Schlagwort: Tierschutz

  • #147 Das mögliche Ende der Zirkustiere in den USA

    200 Großkatzen, Bären, Kamele und Elefanten sind in den Vereinigten Staaten unterwegs – als Attraktionen der Wanderzirkusse. Eine Gruppe Abgeordneter von beiden großen US-Parteien hat im März nun ein neues Gesetz, des „Traveling Exotic Animal and Public Safety Protection Act“ (oder kurz und eingängig: TEAPSPA) vorgestellt. Dieses Gesetz würde das Ende der dressierten Tier in den 19 Zirkussen der USA bedeuten.

    USA ist nicht das erste Land, das ein solches Verbot andenkt: In 34 weiteren Staaten der Welt gibt es bislang ein Verbot. Zugleich gibt es bereits in einigen Städte und Bundesstaaten der USA, in denen Zirkusse mit Tieren verboten sind.

    “Wild animals, even if they’re born in captivity, retain all their natural instincts, which are completely thwarted when they are trapped in small cages and shuttled from city to city in trucks and trailers,” [Übersetzung: „Wilde Tiere, auch wenn sie in Gefangenschaft geboren wurden, behalten alle ihre natürlichen Instinkte, die völlig vereitelt werden, wenn sie in kleinen Käfigen gefangen sind und von Stadt zu Stadt in Lastwagen und Anhänger transportiert werden], says Wayne Pacelle, president and CEO of the Humane Society of the United States. (news.nationalgeographic.com)

    Wie der Bericht im National Geographic erklärt, müssen Tiere, die derart zahm und dressiert sind, früh „gebrochen“ werden.

    “A hundred years or so ago, when we were ignorant about the intelligence and emotions and ability of a species to communicate, we might have had the excuse of our own ignorance that we treated these animals so badly,” says Jan Creamer, founder of Animal Defenders International and an advocate for TEAPSPA. “But we simply don’t have that excuse any longer. Wild animals in circuses don’t belong in an advanced, civilized society.” [Übersetzung: „Vor hundert Jahren, als wir über die Intelligenz und die Emotionen und die Fähigkeit einer Spezies, sich zu verständigen, unwissend waren, hätten wir vielleicht die Entschuldigung unserer eigenen Unwissenheit gehabt, dass wir diese Tiere so schlecht behandelt haben“, (…), „Aber wir haben einfach keine Entschuldigung mehr. Wilde Tiere im Zirkus gehören nicht in eine fortgeschrittene, zivilisierte Gesellschaft. „] (news.nationalgeographic.com)

    In Österreich ist „Haltung oder Mitwirkung von Wildtieren wie Löwen, Elefanten, Tiger und anderen Wildtieren in Zirkussen ist in Österreich seit 1.1.2005 durch das Tierschutzgesetz verboten“ (bmgf.gv.at). In der Schweiz gibt es kein Verbot, aber eine Initiative, die sich dagegen ausspricht und bislang 50.000 Unterschriften gesammelt hat (keine-wildtiere-im-zirkus.ch). In Deutschland werden Initiativen zur Einschränkung bzw. zum Verbot von Wildtieren im Zirkus bislang abgeschmettert (bmt-tierschutz.de)


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  • #130 Frankreich verbietet Haltung von Orcas und Delfinen

    Am 6. Mai 2017 wurde in Frankreich ein Gesetz veröffentlicht, welches die Haltung von Meeressäugern untersagt.

    In dem Gesetz wird die Nachzucht von Delfinen und Orcas in Gefangenschaft verboten – ausgenommen sind jedoch jene Tier, die bei Inkrafttreten des Erlasses bereits in Gefangenschaft lebten.

    Doch auch für diese wird sich etwas verändern: Ihre Becken müssen um mindestens 150 % vergrößert werden – so sollen sie mehr Abstand zu BesucherInnen und Artgenossen haben. Ebenso darf das Wasser nicht mehr mit Chlor behandelt werden. Direkter Kontakt zwischen BesucherInnen und Meeressäugern ist zukünftig verboten.

    Der erste Entwurf des Gesetzes, der am Mittwoch vorgestellt wurde, war um einiges schwächer. Darin war einzig von einer „strikten Kontrolle der Nachzucht von Delfinen“ abhängig von Größe und Form der Becken die Rede. Doch als die amtierende Umweltministerin Ségolène Royal erfuhr, dass diese Tiere teilweise „sogar unter Drogen gesetzt“ werden würden, hat sie den Entwurf deutlich verschärft. Tierschutzorganisationen bezeichnen das Gesetz als einen „historischen Vorstoß“.


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  • #91 Rundschwanzseekühe in den USA nicht mehr als gefährdet gelistet

    Die Rundschwanzseekühe, oftmals auch Manati genannt,  werden seit 1967 als gefährdet eingestuft. Genauer gesagt der Florida-Manati, eine Untergruppe des Karibik-Manatis. Nur mehr wenige hundert Seekühe wurden in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gezählt. Selbst 1991 waren es nur 1.300 Tiere. Aber durch den Eintrag auf der Liste der gefährdeten Arten begannen offenbar gelugnene staatliche Schutzprojekte. (Den allerersten Versuch, Manatis zu schützen, startete Florida bereits im Jahr 1893.)

    Bei heutigen Zählungen kommt man in Florida auf rund 6.200 Manatis. Im vergangenen Jahr hat deshalb der „US Fish and Wildlife Service“ beantragt, dass es zu einer Neueinstufung kommt. Zahlreiche Gruppierungen kritisierten, dass eine frühzeitige Neueinstufung ohne Plan für die Zukunft falsch sei – passiert ist die Einstufung trotzdem. Laut der zuständigen Behörde, eben der „US Fish and Wildlife Service“, werde natürlich auch weiterhin darauf hingearbeitet, den Bestand der Manatis weiter zu erhöhen und bessere Lebensbedingungen zu bieten.

    Der Schutz von gefährdeten Arten geht in den USA auf den „Endangered Species Act“ zurück, welche 1973 beschlossen wurde und heute als „world’s gold standard for environmental protection“ (washingtonpost.com) bezeichnet wird. Andere Tiere, die durch dieses Gesetz gerettet wurden: der Schwarzfußiltis, der Buckelwal, der Weißkopf-Seeadler (Amerikas Wappentier), der Mississippi-Alligator, der Grizzlybär, der Kalifornische Kondor und der Wolf.


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