Schlagwort: Technik

  • #262 Blitz in Donner verwandeln – Die Zukunft der Datenübertragung

    Australischen ForscherInnen gelang es erstmals lichtbasierte Information als Soundwellen auf einem Computerchip zu speichern, zu übertragen und wieder auszulesen. Was etwas verrückt klingt, könnte die Art, wie Computer (und wir mit ihnen) arbeiten vollkommen verändern. Denn wenn man, wie es die ForscherInnen bezeichnen, den „Blitz im Donner speichern“ kann, wird es möglich sein, Daten in bislang ungeahnter Geschwindigkeit zu übertragen.

    Lichtbasierte oder Photonencomputer sollen 20 Mal schneller als heutige Notebooks und PCs sein – zusätzlich würden sie keine Wärme erzeugen oder übermäßig Energie verbrauchen: Denn statt Elektronen werden Daten hierbei als Photonen verarbeitet. Zwar kann man heute bereits Informationen in Photonen speichern, diese jedoch wieder auszulesen ist deutlich schwieriger. Normales Licht jagt sich mit innerhalb von 2 bis 3 Nanosekunden durch den Chip – nicht genügend Zeit, um die Informationen auszulesen und zu verarbeiten. Und genau hier haben die ForscherInnen der University of Sidney angesetzt: Die Photonendaten werden abgebremst und in Sound konvertiert. Die Soundwellen schießen immer noch mit 10 Nanosekunden durch die Platinen – zwar unglaublich schnell, aber langsam genug, damit man mit diesen Daten auch arbeiten kann.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public DomaingeraltPixabay

  • #127 Büstenhalter kann Brustkrebs entdecken

    Julian Rios Cantu, ein 18jähriger Mexikaner, hat einen Büstenhalter entwickelt und patentieren lassen, welche bereits frühe Anzeichen von Brustkrebs erkennen kann. Innerhalb des BHs befinden sich Biosensoren, welche die Temperatur, das Gewebe, die Durchblutung und die Färbung der Brust messen und erkennen. Dafür müssen Frauen den BH nur ein bis zwei Mal pro Woche tragen – die vom BH erhobenen Daten werden dann mittels Bluetooth an eine App übertragen, welche bei auffälligen Veränderungen Alarm schlägt.

    Der Grund, warum sich Cantu mit diesem Thema beschäftigt hat, hat persönliche Gründe: Bei seiner eigenen Mutter wurde vor zwei Jahren durch eine Mammographie Brustkrebs diagnostiziert. Zuerst dachten die DoktorInnen, dass es sich um einen gutartigen Tumor handelte – die Knoten waren jedoch bösartig. Deshalb musste sich seine Mutter einer Mastektomie unterziehen.

    Entwickelt hat er den BH mit seinen Freunden und gründete eine Firma. Der Prototyp ist zwar noch in den frühen Teststadien, das Ziel ist jedoch, den BH ab Dezember 2018 in den Handel zu bringen.

    https://www.youtube.com/watch?v=jM5-xGsW4N8


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    Bildquelle: CC0 Public Domain, waldryano, Pixabay

  • #84 Spielerisch Nicht-Vergessen: MemoreBox gegen Altersdemenz

    Das Hamburger Startup RetroBrain hat es sich zur Aufgabe gemacht, alte Menschen durch bewegungsgesteuerte Videospiele fit zu halten. Die MemoreBox arbeitet dabei mit der Kinect-Technologie von Microsoft: Diese nimmt die Kamera die Bewegungen der SeniorInnen auf und übersetzt sie für ins Virtuelle.

    Die MemoreBox umfasst mehrere verschiedene Spiele mit therapeutischen und präventivem Hintergrund. Diese können jeweils auf den Leistungs- und Bewegungsspielraum der einzelnen SeniorInnen angepasst werden. Nach Testläufen in mehreren Hamburger Altersheimen kommt es jetzt schon in einigen weiteren im gesamten Gebiet von Deutschland zum Einsatz.

    Dieses Werbevideo der Barmer-Krankenkasse, die das Projekt unterstützt und fördert, lässt einen der Gründer und auch die NutzerInnen zu Wort kommen:

    https://www.youtube.com/watch?v=8qW4tqezIss

    Die Memorebox 2016 mit dem Egon-Münch-Preis ausgezeichenet. Anfang März fand es auch Erwähnung in einem Bericht der Europäischen Kommission zur „Smart Silver Economy“ als Beispiel für eine besonders innovative Anwendung.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0, stevepbPixabay