Schlagwort: Smartphone

  • #288 Neuer Akku aus Abfall-Graphit

    Im Smartphone, den Bluetooth-Kopfhörern, Notebook oder im Elektroauto: Lithium-Ionen-Akkus haben sich in unserer technologisierten Welt durchgesetzt. Wie der Name schon sagt, braucht man dafür das Element Lithium. Das größte Vorkommen gibt es dabei in Bolivien, Argentinien und Chile – bislang oftmals noch unberührt, könnte der notwendige Abbau die Zerstörung der Umwelt mit sich ziehen.

    (Nicht nur) Deshalb sucht man nach Alternativen. ForscherInnen der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) und der Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) in Zürich haben sich vorgenommen, einen Akku aus den am häufigsten vorkommenden Elementen der Erdkruste zu kreieren. Herausgekommen ist dabei die Aluminiumchlorid-Graphit-Batterie. Hervorragend dafür eignet sich Abfall-Graphit, der z.B. bei der Stahlherstellung anfällt.

    Nach ersten Experimenten sollen die Akkus bei täglichem Einsatz Jahrzehnte lang erhalten bleiben – außerdem kann er offenbar im Preis-Leistungs-Verhältnis punkten.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, StockSnapPixabay

  • #56 App „Be My Eyes“ unterstützt Blinde im Alltag

    Blinde und sehbehinderte Menschen legen meist sehr viel Wert auf ihre Unabhängigkeit – aber dann gibt es Momente, wo etwas Unterstützung benötigt wird. Der dänische App-Erfinder Hans Jørgen Wiberg möchte mit seiner Kreation „Be My Eyes“ diesen Menschen unter die Arme greifen.

    Die App funktioniert folgendermaßen, und setzt dazu natürlich eine vorherige Registrierung und Anmeldung voraus: Man ruft mit seinem Smartphone die App auf und wird dann mit einem Freiwilligen oder einer Freiwilligen verbunden. Diese sehen dann durch die Linse der Hauptkamera (nicht der Frontkamera) und helfen dann dem/der Nutzerin bei den gewünschten Dingen. Man leiht sich sozusagen das Augenlicht eines Sehenden für einen Augenblick einfach aus.

    https://www.facebook.com/BBCworldhacks/videos/1864797907111330/

    Bereits Anfang 2015 gestartet, hat sich bereits eine große Nutzerbasis aufgebaut: Damals waren es noch nicht einmal 1.000 blinde und sehbehindert Nutzer – aktuell nutzen es schon über 30.000 und über 460.000 sehende Freiwillige haben sich angemeldet. Und bereits 200.000 Interaktionen haben dabei schon stattgefunden „Be My Eyes“ ist ähnlich wie die Übersetzungsapp „Tarjimly“ (der 365guteDinge-Beitrag hier) eine Kreation, die eine Schnittstelle zwischen potentiellen HelferInnen und jenen Menschen herstellt, die diese Hilfe benötigen. Die App funktioniert in 80 Sprachen und ist aktuell leider noch auf iOS-Geräte (iPhone und iPad) beschränkt. An einer Android-Version wird gerade gearbeitet.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, allinonemoviePixabay