Schlagwort: Sekundärschule

  • #280 Zuckerhältige Softdrinks verschwinden aus den Schulen

    UNESDA, der Verband der europäischen Soft-Drink-Industrie, hat ankündigt, dass man ab Ende 2018 auf den Verkauf von Getränken mit angereichertem Zucker in europäischen Sekundarschulen verzichten werde. Das betrifft 50.000 Schulen mit 40 Millionen SchülerInnen in 28 Ländern der Europäischen Union.

    Zum Verband gehören Coca-Cola, PepsiCo, Red Bull, Suntory, Refresco, Nestlé Waters und Danone Waters. Dabei handelt es sich um eine Selbstverpflichtung – und nicht um die Umsetzung einer Richtlinie oder eines Gesetzes. Das bedeutet, dass es auch keine Strafe geben würde, wenn diese Verpflichtung nicht umgesetzt wird.

    Schon 2006 beschloss UNESDA bereits eine erste Selbstverpflichtung und beendete den Verkauf von Softdrinks an Grundschulen (und verzichtete von da an auf Werbung, die sich an Kinder unter 12 Jahren richtet). Unabhängige Untersuchungen zeigen, dass man sich an die Verpflichtungen gehalten hat.

    All diese Versprechen und Selbstverpflichtungen sind Teil eines größeren Plans: In den Jahren von 2000 bis 2010 wurde der Zuckergehalt in Erfrischungsgetränken bereits um 12 Prozent reduziert. Bis 2020 soll er um weitere 10 Prozent sinken. (enorm-magazin.de)

    Ab 2018 sollen nur mehr Softdrinks mit keinen (Mineralwasser!), (fast) keinen Kalorien (Beispiel: Coca-Cola Light) oder reduzierten Kalorien (z.B. Eistee light)  an Sekundärschulen verkauft werden.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, GREGORPixabay

  • #275 Zugang zur Grundschule für Kinder weltweit gestiegen

    Wie die Grafik von „Our World in Data“ zeigt, ist die Zahl der Kinder weltweit, die zwar im Grundschulalter sind, aber keinen Zugang zur Schule haben, deutlich gesunken. Um 1995/1997 erreichte die Zahl einen negativen Höhepunkt (über 100 Millionen Kinder weltweit hatten damals keinen Zugang) – im Jahr 2014 lag der Wert bei ungefähr 60 Millionen Kindern.

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    Quelle: World Bank EdStats: Out-of-children of primary school age, both sexes (number); CC BY-SA OurWorldInData.org

    Den deutlichsten Rückgang gab es in Südasien (gelb), dem Mittleren Osten und Nordafrika (orange) und Ostasien und dem Pazifik (rot). Zwar auch sinkend – aber in deutlichem geringerem Ausmaß: Sub-Sahara-Afrika.

    Deutlicher Rückgang, doch Gefahr der Stagnation

    Aktuelle Zahlen (veröffentlicht im Juni 2017) zeigen aber, dass sich die Zahlen seit 2012/2014 nur wenig bis gar nicht verändert haben. Die Stagnation kann dazu führen, dass Ende der globalen Armut noch längere Zeit nicht zu erreichen. Bei diesen Zahlen beziehen sich die Vereinten Nationen aber auf Kinder und Jugendliche – also Kinder im Primär- und Sekundärschulalter.

    Gründe dafür, dass sich aktuell gerade wenig verändert, sind die zahlreichen Konflikte – vor allem im Sub-Sahara-Raum. Ebenso gibt es einen großen Unterschied zwischen Mädchen und Buben: In Ländern, in denen bislang viele Kinder keinen Zugang zur Schule haben, werden schließlich eher die Buben in die Schule geschickt.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public DomainStockSnapPixabay