Schlagwort: Roboter

  • #294 Nachweis von Blei im Wasser innerhalb von Sekunden: Preis für junge Erfinderin

    Gitanjali Rao ist gerade einmal 11 Jahre alt – und seit kurzem darf man sie auch „America’s Top Young Scientist“ nennen: Sie hat einen schnellen, kostengünstigen Test entwickelt, um Blei-Verschmutzung in Wasser nachzuweisen.

    Young Scientist Challenge - 9.jpg
    Gitanjali Rao, seit 18. Oktober offiziell „America’s Top Young Scientist“

    Bislang war es umständlich, Blei verlässlich nachzuweisen: dazu mussten erst einmal Untersuchungsproben zur Analyse in Labore geschickt werden. Gitanjalis Produkt „Tethys“ braucht genau das nicht mehr: Mittels Sensor wird innerhalb von Sekunden in einer mobilen App eine exakte Analyse ausgespielt. Sie selber erklärt, dass sie der Skandal rund um das Trinkwasser in Flint, Michigan dazu inspiriert hat, dies umzusetzen.

    Sie war eine von 10 FinalistInnen des Wettbewerbs – alle von ihnen arbeiteten drei Monate lang mit ForscherInnen an ihren Ideen. Gitanjali konnte sich schlussendlich gegen die forschende „Konkurrenz“ durchsetzen. Sie gewinnt damit 25.000 US-Dollar (21.212 Euro) – und will ihre Entwicklung noch weiter verfeinern, damit es Marktreife erhält.

    Aber Gitanjali Rao ist offensichtlich nicht die einzige junge Hoffungsträgerin im Bereich der Forschung: Weitere Innovationen der am Wettbewerb teilnehmenden jungen Menschen sind ebenso spektakulär. Zum Beispiel:

    • die Identifizierung eines Moleküls, das potenziell zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit eingesetzt werden kann
    • ein Roboter, der hilft übermäßigen Wasserverbrauch während der Rasenpflege zu reduzieren
    • ein biologisch abbaubares Material aus Granatapfelhülsen und Orangenschalen zur Reinigung von Ölverschmutzungen

    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: Beide Bilder aus dem Pressematerial von Discovery Communications

  • #242 Der schadstoffsuchende Roboter-Aal

    An der Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben ForscherInnen einen mechanischen Aal entwickelt, der in Gewässern selbstständig Schadstoffe erkennen und die ForscherInnen direkt zur Schadstoffquelle führen kann. Die lautlose Fortbewegung dabei funktioniert indem sich die einzelnen Glieder gegeneinander bewegen. Er wirbelt dabei keinen Schlamm auf, stört durch die stillen Bewegungen keine Tiere und verheddert sich auch nur selten in Wasserpflanzen.

    Dank optischer, physikalischer, chemischer und biologischer Sensoren kann der Envirobot, wie der Roboter-Aal genannt wurde, innerhalb kürzester Zeit Veränderungen im Wasser erkennen. Die ForscherInnen haben es am Genfer See mit kleinen Mengen Salz ausprobiert – mit Erfolg. Der Roboter erkannte nicht nur, dass es sich um Salz handelt, sondern machte sich auf die Suche nach dem Anfangspunkt der Salzquelle.

    4000x2248.jpg
    Der Envirobot am Ufer

    Wichtig fürs Erkennen der Schadstoffe sind die Biosensoren. So gibt es z.B. Bakterien, die zu leuchten beginnen, wenn sie in Kontakt mit einer niedrigen Konzentration von Quecksilber kommen. Oder winzige Krebse, die sich anders bewegen, wenn sie mit Schadstoffen in Berührung kommen.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: Pressefotos der EPFL: © Alain Herzog / 2017 EPFL (Titelbild); © Biorob / 2017 EPFL (Bild im Artikel)