Schlagwort: Population

  • #264 Zahl der Meeresschildkröten steigt wieder an

    Ein Forschungsteam der Universität Thessaloniki in Griechenland hat Daten zur Meeresschildkrötenpopulation ausgewertet: daraus geht hervor, dass von 299 verschiedenen Populationen 95 einen eindeutigen Aufwärtstrend aufzeigen, in 35 Populationen gab es einen Rückgang, der Rest blieb gleich.

    Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin „Science Advances“. Ein Grund für die Erholung einer Großzahl der Populationen ist der effektive Schutz der Eier und der Weibchen bei der Eiablage. Außerdem gibt es einen Rückgang der Todesfälle durch Beifang. Seit den 1950er Jahren gibt es verstärkte Artenschutzmaßnahmen für Meeresschildkröten.

    Doch es ist zu früh für eine Entwarnung: Noch stehen sechs der sieben Meeresschildkröten-Arten auf der Roten Liste der IUCN („International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources; deutsch: Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlich Ressourcen) als „gefährdet“, „stark gefährdet“ oder „vom Aussterben bedroht“. Für die siebte Art gibt es nicht genügend Daten zur Einstufung.

    Doch die ForscherInnen erklären, dass sich die Anstrengungen auszahlen:

    So könnten die Schildkröten auch als Modell für andere gefährdete Arten dienen: Es ist noch nicht zu spät – sofern sich die Staatengemeinschaft entschließt, an einem Strang zu ziehen. (Biologe Graeme Hays, orf.at)


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public DomainFree-PhotosPixabay

  • #98 Stark gefährdete Tigerart pflanzt sich in Thailands Dschungel fort

    Der Indochinesiche Tiger steht auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten des IUCN (International Union for Conservation of Nature) – mit dem Status EN (endangered, also: stark gefährdet). WWF ging 2009 davon aus, dass es nur mehr 350 wilde Indochinesische Tiger gibt. In China, Laos und Kambodscha gilt diese Unterart bereits als ausgestorben, 20 zählt man in Vietnam, 85 in Myanmar und zwischen 189 bis 252 Tiere in Thailand. The Guardian schreibt von nur mehr 221 Exemplaren in Thailand und Myanmar

    Durch den Einsatz Thailands, die Tigerart zu schützen und wieder anzusiedeln. Panthera, eine Organisation, die sich ausschließlich für den Schutz der 38 Wildkatzen-Arten verschrieben hat, arbeitet gemeinsam mit Thailands „Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation „(DNP) und der „Freeland Foundation“ daran, die Tiger zu beobachten und zu schützen – dazu haben sie im Juni 2016 Kameras installiert, bei denen sie vorbeiziehende Tiger vermuten. Neueste Bilder zeigen nun eine Tiger-Population mit Tigerjungen.

    A breeding population here means that the future of this subspecies is less precarious and could potentially even expand—tigers here could disperse and repopulate Cambodia and Laos, where no breeding populations persist. (panthera.org)

    Natürlich sind die Indochinesischen Tiger immer noch vom Aussterben bedroht. Die aktuellen Beobachtungen lassen jedoch Hoffnung entstehen, dass sie sich, bei weiterem Schutz, wieder etwas verbreiten.


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  • #47 Ein Paradies für Bienen um ihr Überleben zu sichern

    Bienen machen nicht nur köstlichen Honig – sie sind große Leistungsträger unserer Gesellschaft.

    Der wirtschaftliche Wert der Bestäubungsleistung der Bienen für die Landwirtschaft wird für Europa auf 65 Milliarden Euro jährlich geschätzt, für Österreich auf 525 Millionen und weltweit auf 100-200 Milliarden Euro. Ein Drittel der weltweiten Nahrungsproduktion hängt direkt oder indirekt von der Arbeit der Bienen ab. (bienenschutzgarten.at)

    Doch obwohl wir eigentlich unglaublich dankbar sein müssten, machen wir den Bienen das Leben schwer: Krankheitserreger, der Einsatz von Pestiziden und der Klimawandel setzen der Bienenpopulation weltweit zu. Das Münchner Umweltinstitut kommt sogar auf 7 Gründe, die für das Bienensterben verantwortlich sind.

    Die zweitgrößte Stadt Iowas, Cedar Rapids, will jetzt mit gutem Beispiel vorangehen. Im Frühjahr 2017 werden 188 Acre (rund 76 Hektar) mit nativen Gräsern und Wildblumen bepflanzt – Ziel ist es, ein 1.000 Acre (rund 404 Hektar) großes Bienenparadies zu errichten. Das darf man sich aber nicht als ein riesiges Feld vorstellen – über das ganze Stadtgebiet verteilt werden kleinere Felder dafür genutzt.

    Daniel Gibbins, Leiter der Parks in Cedar Rapids, ist überzeugt, dass dies nicht nur den Bienen, sondern im weiteren Verlauf auch Vögeln, Amphibien, Repitlien und Säugetieren helfen wird: „Everything that’s native here relies on native vegetation.“ Aber auch für andere Insekten wie z.B. Schmetterlinge sollen der Mix aus Blumen und Gräsern ein lebenswerter Raum werden.

    Die „1,000 Acre Pollinator Initiative“ soll in den kommenden fünf Jahren auf die namensgebenden 1.000 Acre kommen – gemeinsam mit weiteren Städten des Linn Countys in Iowa.


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    Bildquelle: CC0 Public Domain, Silberfuchs, Pixabay