Schlagwort: Öl

  • #66 Neuartiger Schwamm als potentielle Lösung für Ölverschmutzung

    Immer wieder tauchen in den Nachrichten Bilder von Ölverschmutzungen im Meer auf – eine neue Entwicklung soll es nun einfacher gestalten, diese Ölfelder rascher und effizienter zu beseitigen.

    Das neuartige Material kann das bis zu 90-fache seines eigenen Gewichts an Öl aufnehmen, danach ausgepresst und auch immer wieder verwendet werden. Bisherige kommerzielle Mittel konnten meist nur einmalig genutzt werden. Seth Darling und seine KollegInnen am Argonne National Laboratory in Illinois entwickelten einen Ölschwamm, dessen Schaum aus Polyurethan oder Polyimid-Kunststoff besteht – dieser ist wiederum mit „öl-liebenden“ Silan-Molekülen angereichert. Das Verhältnis muss dabei jedoch ganz genau stimmen: Zu viele dieser Moleküle würden den Schwamm für die Aufnahme von Öl nutzlos machen, bei zu wenigen Molekülen könnte zwar Öl aufgenommen, aber nicht wieder ausgepresst werden.

    In größer angelegten Tests haben sie die Fähigkeit des Materials getestet und zeigen sich erfreut über die Funktionalität ihres Ölschwamms. Die bislang unveröffentlichten Studien dazu wurde Anfang Dezember 2016 in der National Oil Spill Response Research & Renewable Energy Test Facility in Leonardo, New Jersey (USA) durchgeführt. Fraglich ist noch, ob solche Schwämme auch den hohen Druck der Tiefsee standhalten – für den Einsatz in Küstengebieten scheint es aber zu funktionieren.

    Das folgende Video zeigt die Fähigkeit des neuen Materials:


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC BY (2.0), Green Fire Productions, „Deepwater Horizon Oil Spill Site“, Flickr

  • #31 Irland: Keine Investitionen mehr in fossile Brennstoffe

    Wie schafft ein Land den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen? Mal eben auf die Schnelle Fahrzeuge, Öl- und Gasheizungen und ganze Industriezweige verbieten? Natürlich nicht. Eine Möglichkeit ist es aber, als Staat ein Vorbild für alle zu werden.

    Mit dem „Fossil Fuel Divestment Bill 2016“ hat sich Irland dazu entschlossen, dass der irische Staatsfonds ISIF keine Investitionen mehr in fossile Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas) macht. Dieser Staatsfonds umfasst immerhin acht Milliarden Euro.

    In den kommenden fünf Jahren sollen daher sämtliche bisherige Investments abgebaut und in Zukunft auch keine weiteren Anteile an entsprechenden Firmen gekauft werden. Damit ist Irlands ISIF der erste Staatsfonds weltweit, der diesen Schritt wagt.

    Das sagt übrigens der Abgeordnete Thomas Pringle dazu, der das Gesetz vorgeschlagen hat:

    “This principle of ethical financing is a symbol to these global corporations that their continual manipulation of climate science, denial of the existence of climate change and their controversial lobbying practices of politicians around the world is no longer tolerated,” Mr Pringle said.

    “We cannot accept their actions while millions of poor people in underdeveloped nations bear the brunt of climate change forces as they experience famine, mass emigration and civil unrest as a result.” (indendent.co.uk)

    Im Parlament ging die Abstimmung 90 zu 53 aus , jetzt muss der Entwurf noch im Finanzausschuss überprüft werden. Bei positiver Überprüfung wird das Gesetz schließlich in wenigen Monaten verabschiedet sein.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, lalabell68, Pixabay