Schlagwort: Mittlerer Osten

  • #275 Zugang zur Grundschule für Kinder weltweit gestiegen

    Wie die Grafik von „Our World in Data“ zeigt, ist die Zahl der Kinder weltweit, die zwar im Grundschulalter sind, aber keinen Zugang zur Schule haben, deutlich gesunken. Um 1995/1997 erreichte die Zahl einen negativen Höhepunkt (über 100 Millionen Kinder weltweit hatten damals keinen Zugang) – im Jahr 2014 lag der Wert bei ungefähr 60 Millionen Kindern.

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    Quelle: World Bank EdStats: Out-of-children of primary school age, both sexes (number); CC BY-SA OurWorldInData.org

    Den deutlichsten Rückgang gab es in Südasien (gelb), dem Mittleren Osten und Nordafrika (orange) und Ostasien und dem Pazifik (rot). Zwar auch sinkend – aber in deutlichem geringerem Ausmaß: Sub-Sahara-Afrika.

    Deutlicher Rückgang, doch Gefahr der Stagnation

    Aktuelle Zahlen (veröffentlicht im Juni 2017) zeigen aber, dass sich die Zahlen seit 2012/2014 nur wenig bis gar nicht verändert haben. Die Stagnation kann dazu führen, dass Ende der globalen Armut noch längere Zeit nicht zu erreichen. Bei diesen Zahlen beziehen sich die Vereinten Nationen aber auf Kinder und Jugendliche – also Kinder im Primär- und Sekundärschulalter.

    Gründe dafür, dass sich aktuell gerade wenig verändert, sind die zahlreichen Konflikte – vor allem im Sub-Sahara-Raum. Ebenso gibt es einen großen Unterschied zwischen Mädchen und Buben: In Ländern, in denen bislang viele Kinder keinen Zugang zur Schule haben, werden schließlich eher die Buben in die Schule geschickt.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public DomainStockSnapPixabay

  • #129 Kindersterblichkeit zwischen 1990 und 2015 halbiert

     

    1990 zählte man noch 14,2 Millionen Todesfälle von Kindern auf der ganzen Welt, 2015 sind es 7,3 Millionen. Und das bei einem weltweiten Bevölkerungsanstieg von rund 2 Milliarden Menschen (von 5.309.668.000 auf 7 349 472.000)Immer noch eine schrecklich hohe Zahl, und doch ein deutlicher Fortschritt: Dr. Nicholas J. Kassebaum, ein Autor des Berichts, sieht die Gründe dafür in flächendeckenden Impfungen, Schutz für schwangere Mütter und der Ernährung.

    Äthiopien und Malawi stechen dabei besonders hervor: Hier sieht Kassebaum vor allem die positiven Entwicklungen beim Zugang zu sauberem Trinkwasser und besseren Kenntnissen über Hygiene als ausschlaggebend an. Ebenso führt in diesen Ländern bessere Bildung (vor allem auch von Frauen) dazu, dass die Menschen mehr auf ihre Gesundheit und auch auf ihre Ernährung achten.

    The world is doing a much better job of keeping babies alive long enough to become children, children alive long enough to become teens and teens alive long enough to fully grow up. (mainepublic.org)

    Zwar sind das gute Nachrichten für Säuglinge und Kleinkinder (bis 5 Jahre). Kinderkrebserkrankungen bei älteren Kindern und Jugendlichen sind jedoch immer noch ein großes Problem: In Japan, Europa und den USA gab es dabei große Fortschritte bei der Heilung, in ärmeren Ländern gibt es jedoch diesen Zugang zu den Behandlungsmethoden nicht. Außerdem ist Krieg immer noch der größte Grund für Kindersterblichkeit im Mittleren Osten – jene, die ihre Kindheit im Krieg überlegen, leiden dann häufig an Posttraumatischer Belastungsstörung.

    Und so beendet Kassebaum das Interview mit folgenden Worten:

    For the last two decades, enormous progress has been made. Children under five are not dying as much. But you have to think of childhood and adolescence as a continuum. We have to continue to address the health challenges of all children and adolescents (mainepublic.org)


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, simple_tunchy0, Pixabay