Schlagwort: Kindersterblichkeit

  • #129 Kindersterblichkeit zwischen 1990 und 2015 halbiert

     

    1990 zählte man noch 14,2 Millionen Todesfälle von Kindern auf der ganzen Welt, 2015 sind es 7,3 Millionen. Und das bei einem weltweiten Bevölkerungsanstieg von rund 2 Milliarden Menschen (von 5.309.668.000 auf 7 349 472.000)Immer noch eine schrecklich hohe Zahl, und doch ein deutlicher Fortschritt: Dr. Nicholas J. Kassebaum, ein Autor des Berichts, sieht die Gründe dafür in flächendeckenden Impfungen, Schutz für schwangere Mütter und der Ernährung.

    Äthiopien und Malawi stechen dabei besonders hervor: Hier sieht Kassebaum vor allem die positiven Entwicklungen beim Zugang zu sauberem Trinkwasser und besseren Kenntnissen über Hygiene als ausschlaggebend an. Ebenso führt in diesen Ländern bessere Bildung (vor allem auch von Frauen) dazu, dass die Menschen mehr auf ihre Gesundheit und auch auf ihre Ernährung achten.

    The world is doing a much better job of keeping babies alive long enough to become children, children alive long enough to become teens and teens alive long enough to fully grow up. (mainepublic.org)

    Zwar sind das gute Nachrichten für Säuglinge und Kleinkinder (bis 5 Jahre). Kinderkrebserkrankungen bei älteren Kindern und Jugendlichen sind jedoch immer noch ein großes Problem: In Japan, Europa und den USA gab es dabei große Fortschritte bei der Heilung, in ärmeren Ländern gibt es jedoch diesen Zugang zu den Behandlungsmethoden nicht. Außerdem ist Krieg immer noch der größte Grund für Kindersterblichkeit im Mittleren Osten – jene, die ihre Kindheit im Krieg überlegen, leiden dann häufig an Posttraumatischer Belastungsstörung.

    Und so beendet Kassebaum das Interview mit folgenden Worten:

    For the last two decades, enormous progress has been made. Children under five are not dying as much. But you have to think of childhood and adolescence as a continuum. We have to continue to address the health challenges of all children and adolescents (mainepublic.org)


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, simple_tunchy0, Pixabay

  • #1 Der Welt geht es besser, als man denkt

    #1 Der Welt geht es besser, als man denkt

    Kurz vor Weihnachten veröffentlichte Max Roser auf Twitter eine Bild mit acht Lebensbedingungen und ihrer Veränderung in den letzten zweihundert Jahren – eine beeindruckende Entwicklung:

    Der NZZ.at-Chefredakteur Lukas Sustala erwähnt in seinem Beitrag „Die Welt ist besser als ihr Ruf“ übrigens auch diese Grafik. Im Artikel, der am 25. Dezember 2016 erstmals erschienen ist, erklärt Sustala, dass wir oftmals viel zu pessimistisch sind.

    Doch in Wirklichkeit ist der Pessimismus nicht selten eine Themenverfehlung, basierend auf Vorurteilen und dem journalistischen Fokus auf die Dinge, die eben nicht funktionieren. Die Welt mag nicht der Himmel auf Erden sein, das heißt aber nicht, dass man die Ereignisse dieses Jahres als sichere Anzeichen für chaotische Zustände deuten darf.

    Im weiteren Verlauf des Artikels findet man ein Video des Statistik- und Visualisierungsgenies Hans Rosling und eine Erklärung des Ignoranztests. Alles in allem ein angenehm unaufgeregter Artikel mit interessanten Fakten, der es vielleicht schafft, den üblichen Pessimismus etwas einzubremsen.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, andreasfuchs9732, Pixabay