Schlagwort: Iowa

  • #184 App kann Gefahr für Fötus verringern

    „Count the Kicks“ nennt sich die App – und mit ihr können schwangere Frauen die Tritte ihrer ungeborenen Kinder „mitzuschreiben“. Eine gewisse Anzahl an Tritten pro Stunde ist für ein gesundes Baby normal.

    Emily Eekhoff, eine junge US-Amerikanerin, hatte sich diese App heruntergeladen und auch genutzt, als in der 33. Schwangerschaftswoche die regelmäßigen Tritte plötzlich aufhörten. Sie suchte sogleich einen Arzt auf, dieser konnte zwar einen Herzschlag feststellen, aber keine Bewegungen. Durch einen Notkaiserschnitt kam ihre Tochter schließlich zur Welt – ihre Nabelschnur hatte sich drei Mal um ihren Hals gewickelt. Ruby, so der Name des Kindes entwickelt sich prächtig – und wäre ihre Mutter durch die App nicht derart aufmerksam und vorsichtig gewesen, wäre es wahrscheinlich tot zu Welt gekommen.

    Die App wurde von fünf Müttern aus Iowa entwickelt, die selbst bereits eine Totgeburt oder Kindstod erleiden mussten. Aufmerksam wurden sie durch ein öffentliches Gesundheitsprogramm Norwegens, das Frauen gelehrt hat, wie sie die Bewegungen der Föten im letzten Trimester der Schwangerschaft zählen. Dadurch konnten in einem Krankenhaussystem des skandinavischen Landes die Totgeburtenrate um 30 Prozent gesenkt werden. Auch die fünf Frauen haben ab 2009 mit Schulungen gestartet – seit kurzem gibt es die Idee auch als App für Android und iOS-Geräte. In Iowa sank seit dem Start die Totgeburtenrate um 26 Prozent.

    Downloads


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, Pexels, Pixabay

  • #47 Ein Paradies für Bienen um ihr Überleben zu sichern

    Bienen machen nicht nur köstlichen Honig – sie sind große Leistungsträger unserer Gesellschaft.

    Der wirtschaftliche Wert der Bestäubungsleistung der Bienen für die Landwirtschaft wird für Europa auf 65 Milliarden Euro jährlich geschätzt, für Österreich auf 525 Millionen und weltweit auf 100-200 Milliarden Euro. Ein Drittel der weltweiten Nahrungsproduktion hängt direkt oder indirekt von der Arbeit der Bienen ab. (bienenschutzgarten.at)

    Doch obwohl wir eigentlich unglaublich dankbar sein müssten, machen wir den Bienen das Leben schwer: Krankheitserreger, der Einsatz von Pestiziden und der Klimawandel setzen der Bienenpopulation weltweit zu. Das Münchner Umweltinstitut kommt sogar auf 7 Gründe, die für das Bienensterben verantwortlich sind.

    Die zweitgrößte Stadt Iowas, Cedar Rapids, will jetzt mit gutem Beispiel vorangehen. Im Frühjahr 2017 werden 188 Acre (rund 76 Hektar) mit nativen Gräsern und Wildblumen bepflanzt – Ziel ist es, ein 1.000 Acre (rund 404 Hektar) großes Bienenparadies zu errichten. Das darf man sich aber nicht als ein riesiges Feld vorstellen – über das ganze Stadtgebiet verteilt werden kleinere Felder dafür genutzt.

    Daniel Gibbins, Leiter der Parks in Cedar Rapids, ist überzeugt, dass dies nicht nur den Bienen, sondern im weiteren Verlauf auch Vögeln, Amphibien, Repitlien und Säugetieren helfen wird: „Everything that’s native here relies on native vegetation.“ Aber auch für andere Insekten wie z.B. Schmetterlinge sollen der Mix aus Blumen und Gräsern ein lebenswerter Raum werden.

    Die „1,000 Acre Pollinator Initiative“ soll in den kommenden fünf Jahren auf die namensgebenden 1.000 Acre kommen – gemeinsam mit weiteren Städten des Linn Countys in Iowa.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, Silberfuchs, Pixabay