Schlagwort: iOS

  • #184 App kann Gefahr für Fötus verringern

    „Count the Kicks“ nennt sich die App – und mit ihr können schwangere Frauen die Tritte ihrer ungeborenen Kinder „mitzuschreiben“. Eine gewisse Anzahl an Tritten pro Stunde ist für ein gesundes Baby normal.

    Emily Eekhoff, eine junge US-Amerikanerin, hatte sich diese App heruntergeladen und auch genutzt, als in der 33. Schwangerschaftswoche die regelmäßigen Tritte plötzlich aufhörten. Sie suchte sogleich einen Arzt auf, dieser konnte zwar einen Herzschlag feststellen, aber keine Bewegungen. Durch einen Notkaiserschnitt kam ihre Tochter schließlich zur Welt – ihre Nabelschnur hatte sich drei Mal um ihren Hals gewickelt. Ruby, so der Name des Kindes entwickelt sich prächtig – und wäre ihre Mutter durch die App nicht derart aufmerksam und vorsichtig gewesen, wäre es wahrscheinlich tot zu Welt gekommen.

    Die App wurde von fünf Müttern aus Iowa entwickelt, die selbst bereits eine Totgeburt oder Kindstod erleiden mussten. Aufmerksam wurden sie durch ein öffentliches Gesundheitsprogramm Norwegens, das Frauen gelehrt hat, wie sie die Bewegungen der Föten im letzten Trimester der Schwangerschaft zählen. Dadurch konnten in einem Krankenhaussystem des skandinavischen Landes die Totgeburtenrate um 30 Prozent gesenkt werden. Auch die fünf Frauen haben ab 2009 mit Schulungen gestartet – seit kurzem gibt es die Idee auch als App für Android und iOS-Geräte. In Iowa sank seit dem Start die Totgeburtenrate um 26 Prozent.

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    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, Pexels, Pixabay

  • #86 „Wheelmap macht Schule“ schärft Bewusstsein für Barrieren

    Menschen im Rollstuhl stehen oftmals vor kleinen und nur schwer oder gar nicht überwindbaren Barrieren, die ihnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (z.B. beim Besuch eines Cafés oder Restaurants) nur schwer möglich macht. Damit man sich vielleicht vorab schonmal informieren kann, welche Lokalitäten Barrierefreiheit groß geschrieben haben, hat der Verein SOZIALHELDEN e.V. bereits im Jahr 2010 die Wheelmap.org gestartet. Auf dieser können Orte nach ihrer Zugänglichkeit (voll/teilweise/nicht rollstuhlgerecht und Unbekannt) eingestuft werden. Diese auf OpenStreetMap basierende Karte ist nicht nur unter Wheelmap.org sondern auch als iOS-, Android– und Windows10-App downloadbar.

    Mit der Aktion „Wheelmap macht Schule“ sollen nun SchülerInnen auf spielerische und praktische Weise „das Bewusstsein für die Barrieren im Alltag von Menschen mit Behinderung schärfen“. Das Unterrichtsmaterial kann von allen LehrerInnen kostenlos heruntergeladen werden.

    Im praktischen Teil des Unterrichtsprojekt schlüpfen die Jugendlichen in die Rollen von Rollstuhlfahrer*innen, Journalist*innen, Statistiker*innen, Architekt*innen und Mapper*innen. Sie untersuchen aus diesen Perspektiven heraus ihre Umgebung und nutzen dabei die Wheelmap.

    Die Schüler*innen erleben so hautnah, was im Alltag behindert. Durch das Verfassen von Erlebnisberichten, Artikeln und Statistiken stehen neben den „social skills“ aber auch das Erlernen von Kompetenzen in Anlehnung an Rahmenlehrpläne im Fokus. (wissensschule.de)

    Die gesammelten Informationen werden dann wieder in Wheelmap.org eingespeist – so lernen die SchülerInnen also nicht nur ihr eigenes Bewusstsein zu stärken, sondern helfen auch mit, ein wichtiges Tool mit weiteren, neuen Informationen zu befüllen.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, stevepb, Pixabay

  • #56 App „Be My Eyes“ unterstützt Blinde im Alltag

    Blinde und sehbehinderte Menschen legen meist sehr viel Wert auf ihre Unabhängigkeit – aber dann gibt es Momente, wo etwas Unterstützung benötigt wird. Der dänische App-Erfinder Hans Jørgen Wiberg möchte mit seiner Kreation „Be My Eyes“ diesen Menschen unter die Arme greifen.

    Die App funktioniert folgendermaßen, und setzt dazu natürlich eine vorherige Registrierung und Anmeldung voraus: Man ruft mit seinem Smartphone die App auf und wird dann mit einem Freiwilligen oder einer Freiwilligen verbunden. Diese sehen dann durch die Linse der Hauptkamera (nicht der Frontkamera) und helfen dann dem/der Nutzerin bei den gewünschten Dingen. Man leiht sich sozusagen das Augenlicht eines Sehenden für einen Augenblick einfach aus.

    https://www.facebook.com/BBCworldhacks/videos/1864797907111330/

    Bereits Anfang 2015 gestartet, hat sich bereits eine große Nutzerbasis aufgebaut: Damals waren es noch nicht einmal 1.000 blinde und sehbehindert Nutzer – aktuell nutzen es schon über 30.000 und über 460.000 sehende Freiwillige haben sich angemeldet. Und bereits 200.000 Interaktionen haben dabei schon stattgefunden „Be My Eyes“ ist ähnlich wie die Übersetzungsapp „Tarjimly“ (der 365guteDinge-Beitrag hier) eine Kreation, die eine Schnittstelle zwischen potentiellen HelferInnen und jenen Menschen herstellt, die diese Hilfe benötigen. Die App funktioniert in 80 Sprachen und ist aktuell leider noch auf iOS-Geräte (iPhone und iPad) beschränkt. An einer Android-Version wird gerade gearbeitet.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, allinonemoviePixabay