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  • #281 Gleicher Lohn am norwegischen Fußballfeld

    Der norwegische Fußballverband bezahlt seinen Fußball-NationalspielerInnen, egal welchen Geschlechts, die gleiche Bezahlung – und das ist offenbar weltweit eine Neuheit. Denn bis zuletzt erhielten die Nationalspielerinnen nur ungefähr die Hälfte des Geldes, das der Verband für Spieler der Männer-Nationalmannschaft ausgegeben hat. Ab nächstem Jahr bekommt das Frauen-Nationalteam aber nun ebenso sechs Millionen NOK (norwegische Kronen; umgerechnet rund 640.000 Euro) – und nicht mehr 3,1 Mio. NOK. Ein Teil des Geldes (550.000 NOK, rund 58.500 Euro) steuern dabei  die Männer bei, aus einem Budgettopf, der sie für kommerzielle Werbeaktivitäten in Rahmen von Länderspielen entlohnt.

    Die Spielerin Caroline Graham Hansen hat sich in einem Posting auf Instagram für diese Geste bedankt.

    Das war vielleicht eine kleine Sache für euch dies für uns zu tun. Es wird vielleicht nicht in eurem monatlichen Lohn erkennbar werden. Das war vielleicht ein ganz logischer und offensichtlicher Zug für euch, das zu tun! Aber es bedeutet alles für uns! Für unseren Sport! Und nicht zuletzt für alle Sportlerinnen, die die gleiche Arbeit, den gleichen Sport machen und trotzdem weniger bezahlt bekommen. Dass ihr erklärt, dass es gleiche Entlohnung geben muss, lässt mich fast weinen. Am liebsten würde ich euch alle umarmen! Danke, dass ihr diesen Schritt für weibliche Athleten macht. Dass ihr Gleichheit aufzeigt und uns allen damit helft, es uns leichter macht, unseren Träumen zu folgen! Und um sie wahr werden zu lassen. RESPEKT!

    https://www.instagram.com/p/BZ6p3M1h_WG/

    Laut dem Chef der norwegischen Fußballspieler-Vereinigung Joachim Walltin sei diese Regelung weltweit einzigartig. Doch auch in Dänemark gibt es aktuell eine Diskussion darüber: Auch dort verzichten Männer auf einen Teil ihres Geldes – und die Frauen gingen auch, im Kampf für Gleichbehandlung, in den Streik.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, jarmolukPixabay

     

  • #87 Ein Haarschnitt für Obdachlose

    Joshua Coombes arbeitet seit sechs Jahren als Frisör. Im Jahr 2015 begann er schließlich, sich mit seinem Friseur-Werkzeug im Rucksack auf den Weg in Exeters Straßen (Exeter ist die Hauptstadt der Grafschaft Devon im Westen von England). Seither schneidet er obdachlosen Menschen kostenlos die Haare – zuerst eben in Exeter, später auch in London. Begleitet wird er dabei von seinem Freund Matt Spracklen, ein Fotograf, der die Ergebnisse mit der Kamera dokumentiert.

    Auf Coombes Instagram-Account findet man diese sehenswerten und berührenden Eindrücke, gemeinsam mit dem Hashtag #DoSomethingforNothing (übersetzt: Mache etwas für nichts). Coombes möchte mit seiner Arbeit Bewusstsein schaffen für die vielen Menschen, die auf der Straße leben. Im April 2016 veranstalteten Coombes und Spracklen auch ein Zusammentreffen für Menschen, die sich ebenfalls engagieren wollen. Josh erklärt,

    „For me, it is about giving something back and raising awareness of the homeless and by doing it on the street, it breaks the generalisation and so far it has been a good response.“ (metro.co.uk)

    Nasir Sobhani ist ein weiterer Straßenfrisör. Er kümmert sich dabei seit 2014 um die Obdachlosen der australischen Stadt Melbourne. Er ist geboren und aufgewachsen in Japan, hat in Kanada ein College besucht, am Inselstaat Vanuatu ehrenamtlich gearbeitet und ist schließlich in Australien gelandet.

    Und auch er erklärt, warum nicht nur der Haarschnitt für die Obdachlosen wichtig ist:

    „They need actual human contact, to engage in some form of intimacy with a human being who actually cares for them.“ (popsugar.com)

    Neben seinem Instagram-Account (mit dem Hashtag #CleanCutCleanStart) gibt es auch noch einen eigenen YouTube-Account, in der Geschichten von einzelnen Obdachlosen während eines Haarschnitts erzählt werden.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, Pexels, Pixabay