Schlagwort: Hunger

  • #82 „Together“ – Warme Speisen gegen die Kälte

    Nach einem Vorfall in Wien, bei welchem zwei obdachlose Menschen beim Versuch, ein Feuer zu machen, verbrannten, hat das Wiener Restaurant Dresdnerhof die Aktion „Together“ gestartet. Aufgrund der lang anhaltenden Kälte im Jänner bot der Betreiber Manuel Schmidt von 23. Jänner bis 31. Jänner bedürftigen Menschen täglich eine Speise und Zeit zum Aufwärmen an.

    Diese Aktion wurde mittels Facebook-Posting in die Welt hinausgetragen, über 10.000 Mal wurde der Beitrag geteilt. Und genau dort erzählt Schmidt auch vom Umfang seiner Hilfsaktion:

    https://www.facebook.com/dresdnerhof/photos/a.465643630128580.131037.127052750654338/1884239098269019/?type=3

    Wie man sieht sind Aktionen wie diese wirkungsvoll und zeigen, dass spontane Ideen oft einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Eine weitere Möglichkeit, Speisen für bedürftige Menschen mitzufinanzieren ist die Aktion „Suppe mit Sinn“ der Wiener Tafel. Am Ende der (diesjährigen) Together-Aktion wurde der Wirt Manuel Schmidt mit der goldenen Ehrenmedaille der Österreichischen Albert-Schweitzer-Gesellschaft ausgezeichnet.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, geralt, Pixabay

  • #65 18 Millionen Mahlzeiten statt Lebensmittel im Müll

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    Das Logo von FareShare

    Im Geschäftsjahr 2015/16 (April 2015 bis März 2016) erhielt die gemeinnützige Organisation FareShare im Vereinigten Königreich 9.070 Tonnen Lebensmittel von der Lebensmittelindustrie – genug um 18,3 Millionen Mahlzeiten für Menschen in Not bieten zu können. Umgerechnet konnte man damit 211.565 Menschen pro Woche ernähren.

    FareShare hat sich im Jahr 2004 formiert, hat aktuell rund 2.5000 Mitglieder und arbeitet u.a. mit den Unternehmen Sainsbury’s und Tesco zusammen. Die über 9 Tonnen Lebensmittel liefert FareShare dann an über 2.000 Einrichtungen wie u.a. Obdachlosenheime, Suppenküchen oder Frühstücksclubs für Kinder im gesamten Vereinigten Königreich. Ziel ist es, einerseits Hunger, andererseits die Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen.

    Berechnungen sagen, dass die erreichten Zahlen eigentlich nur die Spitze des Eisberges sind. Mit allen Lebensmitteln, die im Müll landen, könne es möglich sein 800 Millionen Speisen jedes Jahr zu erzeugen.

    Die Wichtigkeit von FareShare wird klar, wenn man sich bei den Einrichtungen umhört, welche die Lebensmittel geliefert bekommen: Jede fünfte Einrichtung müsste wahrscheinlich oder definitiv schließen, fast 60 Prozent müsste die Essensmenge verringern und jede vierte Einrichtung würde andere Dienste einschränken müssen.

    Das weltweit agierende, britische Unternehmen Tesco (mit 28,1% Marktführer im Vereinigten Königreich) verlautbarte Anfang 2017, dass durch den Einsatz der App FoodCloud von Fareshare weitere fünf Millionen Mahlzeiten abgeliefert werden konnten. Die App funktioniert so: Der Supermarkt gibt in eine App ein, welche Produkte er herzugeben hat, die wohltätige Organisationen entscheiden, was sie bräuchten und FareSahre holt ab und liefert die Lebensmittel. Das System wird nun auf weitere Märkte und Unternehmen ausgeweitet.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, Hans, Pixabay

  • #9 Hunger in Entwicklungsländern sinkt um 29 %

    #9 Hunger in Entwicklungsländern sinkt um 29 %

    Laut dem Welthunger-Index (WHI) 2016 ist der Hunger in Entwicklungsländern seit dem Jahr 2000 um rund 29 Prozent zurückgegangen. Ein kleiner Fortschritt auf dem Weg zur Erfüllung der Agenda 2030.

    22 Länder konnten zwischen dem WHI 2000 und dem WHI 2016 ihre Werte um mindestens 50 Prozent reduzieren. Myanmar, Ruanda und Kambodscha sind dabei die drei Länder in den Kategorien „ernst“ und „sehr ernst“, die ihre Hunger-Werte am stärksten reduzieren konnten.

    Die höchsten Hungerwerte gibt es in den afrikanischen Staaten südlich der Sahara: So haben z.B. die Zentralafrikanische Republik und der Tschad die höchsten Zahlen. Doch auch hier gibt es Rückgänge zu vermelden: Von 52,2 % im Jahr 1992 zu 46,1 % im Jahr 2016 in der Zentralafrikanischen Republik, und von 62,5 % im Jahr 1992 zu 44,3 % im Jahr 2016 im Tschad.

    Übrig bleibt aber immer noch eine erschreckend hohe Anzahl an Hungernden in  in diesen Staaten. Der WHI 2016 sieht Gründe für die relativ geringe Reduzierung an den gewaltsamen Konflikten, der schlechten Regierungsführung und bereits an den negativen Auswirkungen des Klimawandels.

    Die sogenannte „Agenda 2030“, ein Abkommen aller 193 Staaten der Vereinten Nationen, sieht die Beseitigung des weltweiten Hungers als ein Ziel an. Nehmen der Hunger im selben Tempo ab, so werde sich 2030 kein Land mehr in der Kategorie „sehr ernst“ wiederfinden. Immerhin 45 Länder wären noch in den Kategorien „mäßig“ und „ernst“.


    Weiterführende Links und Quellen

    Bildquelle: CC0 Public Domain, Pezibear, Pixabay