Schlagwort: Gebärdensprache

  • #224 Open House Wien erstmals in Gebärdensprache

    Seit 2014 bietet Open House Wien die Möglichkeit, zahlreiche Gebäude in Wien zu entdecken, zu denen man normalerweise eher schwer Zugang bekommen würde. In diesem Jahr findet die Veranstaltung am 9. und 10. September 2017 in 65 Gebäuden statt. Die Open House-Idee wurde 1992 in London gestartet – 2017 zählt man bereits Städte aus 36 teilnehmenden Ländern.

    Während bereits zahlreiche Gebäude mit einem Rollstuhl zugänglich sind (in der Gebäudeliste sind sie mit einem Rollstuhlpiktogramm gekennzeichnet), gibt es nun erstmals auch Führungen in Gebärdensprache.

    • Samstag, 9. 9., 11 – 12 Uhr: Börsegebäude
    • Samstag, 9. 9.,14 – 15 Uhr: Neue Burg
    • Sonntag, 10. 9., 11 – 12 Uhr: ÖAMTC Zentrale

    Zwar sind das erst 3 von 65 Gebäuden, aber es ist zumindest ein Anfang. Und wie Markus Ladstätter auf bizeps.or.at schreibt: „Andere Gebäude ohne Führung in Österreichischer Gebärdensprache können natürlich auch gerne besucht werden. Es gibt viel zu sehen.“


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: © visitBerlin, Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

  • #196 EU-Projekt für mehr Barrierefreiheit in Museen

    Im Sommer 2016 startete das EU-Projekt „COME-IN!“ – 14 ProjektpartnerInnen aus sechs verschiedenen Ländern Zentraleuropas nehmen daran teil. Ziel ist es, bis 2019 in Museen und Kultureinrichtungen endlich mehr Barrierefreiheit aufweisen zu können. Anfang Juli wurden erste Zwischenergebnisse präsentiert: Bei der ersten Bestandsaufnahme zeigte sich, dass keines der teilnehmenden Museen alle Bereiche der Vorgaben für Barrierefreiheit erfüllen.

    Dabei werden verschiedene Dimensionen von Barrierefreiheit genauer betrachtet:

    • bauliche Barrierefreiheit
    • kommunikative Barrierefreiheit (Einsatz von Gebärdensprache, leichter Sprache und Brailleschrift)
    • soziale Barrierefreiheit (gibt es MitarbeiterInnen mit Behinderung in den Museen?)
    • ökonomische Barrierefreiheit (kann sich wirklich jeder den Museumsbesuch leisten)

    Durch „COME-IN!“ sollen Qualitätskriterien, ein Handbuch und ein Gütesiegel entstehen. Das Gütesiegel soll Museen kennzeichnen, die sich mit Inklusion und Barrierefreiheit beschäftigen und entsprechende Maßnahmen umsetzen.  (bizeps.or.at)

    Barrierefreiheit zieht sich durch die ganze Dienstleistungskette: die Anfahrt zum Museum, den Zugang zum Museum, den Kassabereich, die Garderobe, die Kommunikation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und natürlich die Ausstellung selbst.

    Auch bei der Präsentation der Zwischenergebnisse im Kunsthistorischen Museum in Wien wird klar, woran es oftmals schon scheitert: RollstuhlfahrerInnen können dort nur über den Lieferanteneingang hinein, weil der Haupteingang nur über Stufen zu erreichen ist.

    Bilder barrierefrei erfahrbar machen

    Wie sollen sehbehinderte oder blinde Menschen Kunstwerke erkennen können? Dazu gibt es auch heute schon Techniken: Die Bilder werden in sogenannte Thermofolien eingestanzt. Stärkere Linien sind für vordergründliche, stark ausgeprägte Details, schwächere Linien für weitere Details im Hintergrund. Von einem Kunstwerk gibt es auch ein 3D-Modell aus Kunststoff.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: © visitBerlin, Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de