Schlagwort: Forschung

  • #36 Ab 2024 Open Access bei öffentlich finanzierter Forschung in der Schweiz

    Um an die Ergebnisse von Forschung zu kommen, muss man mitunter recht tief in die Tasche greifen. Da ist es natürlich angebracht zu hinterfragen, warum man dies auch bei öffentlich finanzierter Forschung (also mit Fördergeldern aus staatlichen Institutionen etc.) tun muss. Denn: Das Geld für die Forschung wird aus Steuergeldern finanziert, da müsste doch eigentlich das Ergebnis der Forschung (nach etwaigem Ablauf von Sperrfristen) auch den SteuerzahlerInnen zur Verfügung stehen, oder?

    Das dachte sich auch die Schweiz. Die Schweizer Rektorenkonferenz einigte sich am 31. 1. 2017 auf eine nationale Open-Access-Strategie. Damit sollen bis 2024 „in der Schweiz mit öffentlichen Mitteln finanzierte Publikationen öffentlich und kostenfrei  zugänglich sein“.

    Das folgende Video beschreibt „Open Access“:

    https://www.youtube.com/watch?v=o2HMouOV-Lg

    Beginnen will man in der Schweiz sofort: Bis Sommer 2017 soll die Strategie in einen Aktionsplan münden. Der „Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung“ (SNF) findet die beschlossene Open-Access-Strategie und verweist dabei auf das eigene Motto: ‚Excellence comprises openess‘ – Exzellenz beinhaltet Offenheit“


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC BY SA | Bestimmte Rechte vorbehalten von esquetee | Sarah Thompson (Bild)

  • #33 Einfacher Atemtest könnte günstig zuverlässige Krebsprognose liefern

    In einer neuen Studie wurden 335 Menschen aus dem St. Mary’s Hospital, Imperial College Healthcare NHS Trust, dem University College London Hospital und dem Royal Marsden Hospital getestet – 163 davon hatten entweder bereits Magen- oder Speiseröhrenkrebs diagnostiziert, 172 zeigten keine Anzeichen. Dabei wurden diese Personen mit einer sogenannten „Ionenströmungsrohr-Massenspektrometrie“ getestet. Durch diesen Atemtest können bereits kleine Mengen verschiedener Chemikalien in Gemischen von Gasen, wie z.B. dem Atem, genau gemessen werden.

    Krebszellen unterscheiden sich von gesunden Zellen und erzeugen deshalb auch einen unterschiedlichen Chemikalienmix. In 85 % der Fällen konnte der Zustand richtig festgestellt werden. Die ForscherInnen sind grundsätzlich mit dem Ergebnis zufrieden, möchten aber in den kommenden drei Jahren eine Studie mit einer größeren Testgruppe starten. Das Forschungsteam arbeitet auch an Atemtests für Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.

    Bereits im Dezember wurde ein Projekt vorgestellt, bei welchem Lungenkrebs durch Atemluft erkennt werden kann. Die Genauigkeit der Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Veränderungen betrug dabei 79 %.

    Der israelische Pulmologe und Wissenschafter Nir Peled (Davidoff Cancer Center) und seine Mitarbeiter haben einen Atemtest auf Lungenkrebs entwickelt und getestet. Es handelt sich dabei um eine „elektronische Nase“ (NaNose), welche bestimmte flüchtige organische Substanzen (VOCs) aus der Atemluft wahrnimmt und charakterisiert. (derStandard.at)


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, OpenClipart-Vectors, Pixabay

  • #16 Neue chemische Verbindung reduziert Ausbreitung von Hautkrebs

    Forscher der Michigan State University fanden nun eine chemische Verbindung, welche die Ausbreitung von Melanomzellen um bis zu 90 % reduziert. Das „maligne Melanom“ wird umgangssprachlich auch als schwarzer Hautkrebs bezeichnet. Das gefährliche an dieser Krebsart ist, dass es hier bereits sehr früh zu Metastasenbildung kommt.

    Die chemische Verbindung bzw. das potentielle Medikament wurde eigentlich für die Behandlung von Sclerodermie, eine anderen, bislang unheilbaren Hauterkrankung entwickelt. Der gleiche Vorgang, der bei dieser Krankheit zur Hautverdickung führt, trägt zur Verbreitung der Krebszellen bei.

    Doch wie funktioniert diese chemische Verbindung? FOCUS hat es recht verständlich zusammengefasst:

    Unsere Gene besitzen die Eigenschaft, Ribonukleinsäure und bestimmte Proteine im Tumor zu produzieren. Ein Vorgang, der zur Ausbreitung von Krebs im Körper beiträgt. Hier greift der neue Wirkstoff, der noch keine genaue Bezeichnung hat, ein und blockiert den Prozess.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, Fermi, Pixabay