Schlagwort: Entwicklung

  • #164 Schülerinnen entwickeln Strohhalm, der Drogen in Getränken erkennt

    Vergewaltigungsdrogen wie zum Beispiel GHB (Gamma-Hydroxybuttersäure, meist bekannt als Liquid Ecstasy) oder Ketamin werden von den (überwiegend männlichen) TäterInnen meist mit einer schnellen Handbewegung in das Getränk des geplanten Opfers gegeben. Da sie keinen Geruch oder auch Geschmack aufweisen, ist es für Menschen kaum erkennbar, ob etwas im Getränk ist.

    Susana Cappello, Carolina Baigorri und Victoria Roca, drei High-School-Schülerinnen, haben bei einem Wettbewerb der Zeitung Miami Herald einen Business Plan vorgestellt und dabei den ersten Platz erreicht. Zuvor hatten sie einen Strohhalm entwickelt, der eben diese Drogen in einem Getränk erkennt und Opfer dadurch warnt. Der Strohhalm funktioniert durch zwei Teststreifen, die sich blau verfärben, wenn GHB oder Ketamin im Getränk zu finden sind.

    Und obwohl sie einen Business Plan erfolgreich vorgelegt haben, haben die drei jetzt nicht vor das große Geld zu verdienen. Sie wollen zwar das Produkt, nun mit dem klingenden Namen „Smart Straw“ (also „kluger Halm“), auch wirklich umsetzen, doch es soll schlussendlich für wenig Geld verkauft werden. Damit Bars, Collegeorganisationen oder Studierende diese Strohhalme billig kaufen und anbieten können.

    https://www.instagram.com/p/BT4C9HTFurQ/

    Capello, Baigorri und Roca haben bereits ein Patent für das Design beantragt und wollen dann schließlich Crowdfunding nutzen, um das Produkt auf den Markt zu bringen. Teststreifen für weitere Drogen sollen in weiterer Folge übrigens auch noch hinzugefügt werden.

    Ein ähnliches Produkt wurde bereits 2013 angekündigt. DrinkSavvy hat Becher und Strohhalme angekündigt, das Produkt selbst befindet sich aber noch in Entwicklung.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, markusspiske, Pixabay

  • #127 Büstenhalter kann Brustkrebs entdecken

    Julian Rios Cantu, ein 18jähriger Mexikaner, hat einen Büstenhalter entwickelt und patentieren lassen, welche bereits frühe Anzeichen von Brustkrebs erkennen kann. Innerhalb des BHs befinden sich Biosensoren, welche die Temperatur, das Gewebe, die Durchblutung und die Färbung der Brust messen und erkennen. Dafür müssen Frauen den BH nur ein bis zwei Mal pro Woche tragen – die vom BH erhobenen Daten werden dann mittels Bluetooth an eine App übertragen, welche bei auffälligen Veränderungen Alarm schlägt.

    Der Grund, warum sich Cantu mit diesem Thema beschäftigt hat, hat persönliche Gründe: Bei seiner eigenen Mutter wurde vor zwei Jahren durch eine Mammographie Brustkrebs diagnostiziert. Zuerst dachten die DoktorInnen, dass es sich um einen gutartigen Tumor handelte – die Knoten waren jedoch bösartig. Deshalb musste sich seine Mutter einer Mastektomie unterziehen.

    Entwickelt hat er den BH mit seinen Freunden und gründete eine Firma. Der Prototyp ist zwar noch in den frühen Teststadien, das Ziel ist jedoch, den BH ab Dezember 2018 in den Handel zu bringen.

    https://www.youtube.com/watch?v=jM5-xGsW4N8


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, waldryano, Pixabay