Schlagwort: E-Auto

  • #258 Die steckerlose Ladelösung für E-Autos aus Österreich

    Easelink, ein österreichisches Unternehmen aus Graz, will das Laden von Elektroautos vereinfachen. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) stellen sie gerade ihre kabellose Ladeslösung vor. Einerseits wollen sie damit einen internationalen Standard etablieren (der in Zukunft automatisch verbaut werden könnte), andererseits erklären sie, dass auch nahezu alle E-Autos nachgerüstet werden können.

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    Matrix Charging nennt das Unternehmen Easelink sein System

    Ihre Lösung sieht so aus: Auf einem Parkplatz sollen metallene Ladepads (Maße 60 x 60 Zentimeter) im Boden installiert sein. Diese Platten werden natürlich mit dem Stromnetz verbunden – der/die E-Auto-FahrerIn muss jedoch nur direkt über der Platte parken (und das technische Kontaktstück besitzen). Das am Auto angebrachte Kontaktstück senkt dann automatisch einen kurzen Kabelstrang ab, der über sechs Kontaktflächen eine Verbindung zur Bodenplatte herstellt und den Stromfluss freigibt.

     

    Gezeigt wird das Produkt an einem Konzeptauto des chinesischen Autobauers Wey – der möchte es auch bald serienmäßig einbauen. Laut dem Chef von Easelink ist man aber auch mit deutschen Autobauern im Gespräch.

    https://www.facebook.com/wirtschaftsinsider/posts/2000250653540611


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public DomainMarketing-ASSPixabay

  • #124 Indien: Ab 2030 ausschließlich Verkauf von Elektroautos

    Im Indien, dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt, ist in den vergangenen Jahren der Bestand an Kraftfahrzeugen stark angestiegen. Waren es 2008 noch rund 14,5 Millionen Fahrzeuge, zählte man 2011 erstmals knapp über 20 Millionen, 2014 lag man schließlich schon bei rund 28 Millionen Fahrzeugen.

    Der indische Energieminister Piyush Goyal hat nun angekündigt, dass ab dem Jahr 2030 jedes verkaufte Auto mit Strom betrieben werden soll: „We are going to make electric vehicles self-sufficient… The idea is that by 2030, not a single petrol or diesel car should be sold in the country.“

    Der Minister geht davon aus, dass die Autoindustrie zwischen zwei und drei Jahren Unterstützung durch die Regierung benötigt, er erwartet aber, dass danach die Fahrzeuge von der Nachfrage und nicht von Subventionen getrieben werden.

    Jährlich sterben, laut einem Report von Greenpeace mit dem düsteren Namen „Airpocalypse„, in Indien 2,3 Millionen Menschen durch die Luftverschmutzung. KritikerInnen werfen der nationalistischen Regierung Indiens jedoch vor, diesen Schritt nicht aus Umweltschutz zu wagen, sondern aus einer rein protektionistischen Haltung, um den Erdölgebrauch (welches aus dem Ausland importiert werden muss) stark einzuschränken. Außerdem wird bezweifelt, dass in dem Land ein so rascher Umstieg innerhalb von dreizehn Jahren überhaupt möglich ist.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, Unsplash, Pixabay

  • #77 70.000 Elektrotaxis für Peking

    Die chinesischen Großstädte leiden aufgrund des anhaltenden Verkehrs (wie auch viele westliche Städte) an massiver Luftverschmutzung. Um dieser in Zukunft Einhalt zu gebieten, hat die chinesische Hauptstadt Peking geplant, die Taxiflotte in den kommenden Jahren auf Elektroautos umzustellen. Dies würde rund 70.000 Taxis betreffen und 1,3 Milliarden US-Dollar (rund 1,24 Milliarden Euro) kosten.

    Wie lange dieser Wechsel dauern wird, ist noch nicht abzusehen. Beginnen soll die Umstellung aber bereits in diesem Jahr: alle neu zugelassenen Taxis müssen ab da Elektroautos sein. Auch in den Städten Shenzen und Taiyuan wurden Beschlüsse dieser Art gefasst. Im Jahr 2016 verdoppelte sich die Zahl der in China zugelassenen Elektrofahrzeuge auf 600.000 – damit ist der chinesische E-Automarkt bereits der größte der Welt.

    Damit man sich ein Bild machen kann, warum der Kampf gegen Smog so wichtig ist, hier ein einminütiges Video vom TIME Magazine:


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC BY SA (2.0), Silke Ebel, Summer Palace, Flickr

  • #68 Physiker erfindet mit 94 Jahren den Akku neu

    Wir nutzen sie jeden Tag, aber die wenigsten wissen, wer sie eigentlich erfunden hat: Die Akkus. Ob in Telefonen, Tablets, PCs – Lithium-Ionen-Akkus haben sich in den vergangenen Jahrzehnte eindeutig durchgesetzt. Erfunden wurde die Technologie Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre damals vom US-amerikanischen Physiker und Materialwissenschaftler John B. Goodenough. Für diese Entwicklung wurde er relativ spät, im Jahr 2011 mit der „National Medal of Science“ vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama ausgezeichnet.

    Heute ist Herr Goodenough 94 Jahre alt. Er arbeitet immer noch an der University of Texas in Austin und selbst in diesem hohen Alter steht er an der Spitze eines ForscherInnenteams, das nun eine neue Akku-Technologie namens „Solid-State-Akkus“ vorgestellt hat: Hierbei wird Glas als Elektrolyt eingesetzt (in klassischen Akkus ist der Elektrolyt flüssig)- das Lithium wird durch Natrium ersetzt, welches deutlich günstiger, verfügbarer und umweltfreundlicher ist. Durch die höhere Dichte können solche neuen Akkus ungefähr 3x mehr Energie speichern, sind sicherer, günstiger und funktionieren bei Temperaturen zwischen -20 und +60 Grad Celsius.

    Außerdem soll es innerhalb weniger Minuten aufgeladen werden können. Und genau das macht diese Technologie für die Elektroautoindustrie so interessant: Der z.B. in Tesla-Autos verwendete Lithium-Akku ist teuer, ist bei Kälte ineffizient und braucht lange zum Laden. Sollte also diese Akku-Technologie die Marktreife erreichen, wäre das ein sehr positives Zeichen für Elektroautos. Nur kann es bis dahin noch etwas dauern – der Weg von der Entwicklung zur Marktreife bei Lithium-Ionen-Akkus dauerte damals rund zwölf Jahre.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, ArcaionPixabay