Schlagwort: Diesel

  • #276 Der E-Muldenkipper: Die Schweizer Elektro-Superlative

    Technischer Fortschritt bringt immer auch wieder Unternehmen dazu, neue Rekorde aufzustellen. So auch der Zusammenschluss zweier Schweizer Unternehmen (Kuhn Schweiz AG und Lithium Storage GmbH), die offenbar kurz davor sind, das größte E-Fahrzeug der Welt fertigzustellen. Dabei handelt es sich um einen umgebauten Muldenkipper, Marke Komatsu 605 HD, der ganze 110 Tonnen auf die Waage bringt.

    Dabei wird eine 600-Kilowattstunden-Batterie verbaut – die größte Batterie, die jemals in ein Fahrzeug verbaut worden ist. Die 800-PS des Originalfahrzeugs werden dann nur mehr von der Batterie betrieben – so sollen mindestens 50.000 Liter Diesel pro Jahr und mindestens 131 Tonnen C02 eingespart werden.

    Sowohl bei vollbeladener Talfahrt, als auch bei komplett leerer Bergfahrt könnte der Muldenkipper zudem sogar Energie erzeugen statt zu verbrauchen. Noch 2017 soll er erstmals in der Zementfabrik der Firma Ciments Vigier SA eingesetzt werden.


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  • #52 London startet mit Steuer auf Luftverschmutzung

    Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat angekündigt, dass die Stadt ab Oktober ältere Fahrzeuge mit einer Steuer belegen werde.

    Die als „T-charge“ bezeichnete Gebühr ist dabei nicht billig: 10 Pfund (das sind 11,69 Euro) kostet es pro Tag für all jene, welche ein Benzin- oder Dieselfahrzeug besitzen, welches vor 2006 angemeldet wurde und nicht den europäischen Emissionsstandard „Euro 4“ aus dem Jahr 2005 entsprechen. Gemeinsam mit der Citymaut (11,5 Pfund bzw. 13,44 Euro) wird es für FahrerInnen älterer Fahrzeuge sehr teuer, täglich am Londoner Straßenverkehr teilzunehmen. Vor allem ältere Dieselfahrzeuge blasen zu viel Stickstoffdioxid aus dem Auspuff hinaus.

    Jährlich sterben 9.500 BewohnerInnen Londons frühzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung, so eine Studie aus dem Jahr 2015 von ForscherInnen des King’s College London. Das ist auch ein Grund für Khan, diese neue Steuer umzusetzen:

    „It’s staggering that we live in a city where the air is so toxic that many of our children are growing up with lung problems,“ said mayor Khan in a statement. „If we don’t make drastic changes now we won’t be protecting the health of our families in the future,“ he added. (news.trust.org)

    Diese Maßnahme ist Teil eines 875 Million Pfund (1,02 Milliarden Euro) Bemühens durch das Bürgermeisteramt, die Luftverschmutzung in London zu bekämpfen. 2019 ist zudem die Einführung einer „Ultra Low Emission Zone“ (ULEZ) geplant.


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