Schlagwort: Defibrillator

  • #279 PocketDefi: Ein Defibrillator zum Mitnehmen

    Der Einsatz von Defibrillatoren kann die Überlebenchance nach einem Herzstillstand deutlich erhöhen – deshalb sollte man stets wissen, wo man einen findet (bzw. wo man online nachschauen muss:  für Österreich 144.at/defi, für Deutschland defikataster.de und für die Schweiz: herzsicher.ch). Das Grazer Start-up Liimtec hat sich aber zum Ziel gesetzt, den Defibrillator weiterzuentwickeln: Der PocketDefi ist nur 400 Gramm schwer und laut seinen EntwicklerInnen der kleinste Defibrillator der Welt. Seit wenigen Tagen ist nun die Crowdfunding-Kampagne am Laufen – mit vollem Erfolg: nach gerade einmal zwei Tagen wurden bereits 120.000 Euro finanziert – die erste 75 Geräte waren sogar innerhalb von 10 Minuten verkauft.

    https://www.youtube.com/watch?time_continue=74&v=vONpFRWcuKo

    Natürlich gibt es bei einem solchen lebensrettenden Gerät große Auflagen – das Gerät soll für Österreich, Deutschland und die Schweiz angeboten werden und soll natürlich alle notwendigen Zertifizierungen und Zulassungen vorweisen können. Sollte die Kampagne so gut weiterlaufen (und im kommenden Monat zumindest 250.000 Euro erreicht werden, soll es weitere Sprachpakete für Frankreich, Spanien, die Niederlande und Italien geben – dem großen Launch in vielen europäischen Staaten sollte damit also nichts mehr im Weg stehen. (Im August erhielt das Startup zudem Investitionen in sechststelliger Höhe.)

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    Für die KäuferInnen heißt es aber trotzdem warten: Die ersten Geräte sollen im Dezember 2018 ausgeliefert werden. Sofort nach dem Ende des Fundings wird mit der serienfähigen Produktion begonnen – doch aufgrund der strengen medizinrechtlichen Vorgaben kann die Zulassung nur auf Basis eines fertigen Produktes erfolgen. Das Gerät kostet 699 Euro – aktuell gibt es bei der Crowdfunding-Aktion noch einen 35-prozentigen Rabatt (der Preis sinkt dadurch auf 449 Euro). Im Vergleich zu größeren Geräten ist der Preis deutlich geringer.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: Bilder von der PocketDefi-Facebookseite

  • #199 Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes

    Der 2009 in Österreich gegründete Verein PULS hat eine Mission: Die Überlebensrate bei plötzlichem Herztod soll verbessert werden. Jährlich sterben 12.000 ÖsterreicherInnen pro Jahr daran – und ein Mitgrund ist, dass viele Menschen vor Ort keine Erste Hilfe leisten. Doch gerade die Laienhilfe kann Leben retten – jede verstrichene Minute bis zum Eintreffen der Rettung und des Notarztes kann tödlich sein. Ersthelfer könnten die Überlebenschance bei einem Herzstillstand von 11 Prozent auf 70 Prozent erhöhen.

    Dr. Mario Krammel, geschäftsführender Präsident des Vereins, denkt, dass die Angst, etwas falsch zu machen, der Grund ist, warum so oft nicht geholfen wird. Aber er betont: Nichts ist falscher als nichts zu tun. Ein Pilotprojekt des Vereins beginnt bei der Aufklärung gleich im Kindesalter: Das Thema Reanimation wird im Schulunterricht bereits in der dritten Volksschulklasse (3. Schulstufe) behandelt. Zusätzlich sollen im öffentlichen Raum verstärkt Defibrillatoren installiert werden – ebenso werden „First Responder“, also Feuerwehr oder Polizei, mit Defibrillatoren ausgestattet. Dadurch liest man immer häufiger Meldungen wie diese: „Mein bester Einsatz“- Polizisten als Lebensretter

    Rufen – Drücken – Schocken – Drei Schritte, wie man im Notfall Erste Hilfe leistet

    https://www.youtube.com/watch?v=XrgFn45ZJeM

    1. Rufe zu allererst den Notruf: in Österreich 144, in Deutschland, Schweiz und international: 112
    2. Lege deine Hände übereinander und drücke kräftig (5 bis 6 cm tief) und mittig auf den Brustkorb der betroffenen Person – mindestens 100 Mal pro Minute. Keine Angst, dabei dürfen auch schon einmal die Rippen knacksen.
    3. Falls du einen Defibrillator zur Hand haben (In Österreich: 144.at/defi, in Deutschland: Defikataster.de, in der Schweiz: herzsicher.ch) solltest benutze diesen! Keine Sorge, sie sind meistens mit einer integrierten Anweisung ausgestattet, sodass bei der Anwendung nichts schiefgehen kann.

    Quelle: schroedingerskatze.at


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public DomainsuccoPixabay