Schlagwort: Computer

  • #262 Blitz in Donner verwandeln – Die Zukunft der Datenübertragung

    Australischen ForscherInnen gelang es erstmals lichtbasierte Information als Soundwellen auf einem Computerchip zu speichern, zu übertragen und wieder auszulesen. Was etwas verrückt klingt, könnte die Art, wie Computer (und wir mit ihnen) arbeiten vollkommen verändern. Denn wenn man, wie es die ForscherInnen bezeichnen, den „Blitz im Donner speichern“ kann, wird es möglich sein, Daten in bislang ungeahnter Geschwindigkeit zu übertragen.

    Lichtbasierte oder Photonencomputer sollen 20 Mal schneller als heutige Notebooks und PCs sein – zusätzlich würden sie keine Wärme erzeugen oder übermäßig Energie verbrauchen: Denn statt Elektronen werden Daten hierbei als Photonen verarbeitet. Zwar kann man heute bereits Informationen in Photonen speichern, diese jedoch wieder auszulesen ist deutlich schwieriger. Normales Licht jagt sich mit innerhalb von 2 bis 3 Nanosekunden durch den Chip – nicht genügend Zeit, um die Informationen auszulesen und zu verarbeiten. Und genau hier haben die ForscherInnen der University of Sidney angesetzt: Die Photonendaten werden abgebremst und in Sound konvertiert. Die Soundwellen schießen immer noch mit 10 Nanosekunden durch die Platinen – zwar unglaublich schnell, aber langsam genug, damit man mit diesen Daten auch arbeiten kann.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public DomaingeraltPixabay

  • #95 Schwedischer Vorstoß bei Vermittlung von (digitaler) Kompetenz

    Ab Juli 2018 wird es in Schweden eine Änderung des Lehrplans geben: Schon Kinder der 1. Klasse Grundschule sollen Programmieren lernen. Damit soll natürlich nicht nur das Erlernen einer Programmiersprache im Vordergrund stehen, sondern der allgemein von klein auf gelernte Umgang mit Computern und andere Endgeräten.

    „This means Sweden is taking the kind of approach we should have. Sweden should be a country where every kid in school is prepared for working life, and knowledge of programming needs to start early“ (Unterrichtsminister Gustav Fridolin, thelocal.com)

    Auch die Unterscheidung zwischen glaubwürdigen und unglaubwürdigen Quellen soll in Folge dieser Lehrplanänderung erlernt werden. Heutige Kinder und Jugendliche sind mit einer Vielzahl an Quellen konfrontiert, wenn sie nach (Nachrichten-)Inhalten suchen – deshalb ist es wichtig, den Kindern die Kompetenz, diese nach Glaubwürdigkeit zu filtern, beizubringen. Dies ist in ganz Schweden gerade ein großes Thema: Neben einer der beliebtesten schwedischen Comicfiguren, dem Bären Bamse hat auch der König selbst das Thema auf die Agenda gehoben.

    „There has been some naivety when it comes to the information society. An idea that all knowledge is just a short click away and we don’t need to know as much as we needed to before.“ […] „It’s the exact opposite: we need basic knowledge in reading, writing and numeracy so we can’t be tricked, but we also need to advance our criticism of sources to the same level as we previously taught students about scientific theory for example. You already need to have your first taste of this today at about the age of ten.“ (Unterrichtsminister Gustav Fridolin, thelocal.com)

    Auch in Österreich soll das Erkennen von Falschmeldungen in Schulen erlernt werden. Ebenso in Deutschland: die Tagesschau berichtete erst vor wenigen Tagen von einer Schule, die solche Lerninhalte vermittelt. Und in der Schweiz forderte der Präsident des Lehrerverbands bereits im November ein eigenes Fach für Medien(kompetenz).


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, Pexels, Pixabay

  • #80 Guerilla-Kampagne für ein schönes Miteinander

    Daianna Karaian ist eine britisch-amerikanische Bürgern und Tochter von venezolanischen Immigranten – für sie war es im vergangenen Jahr nicht einfach, den Entwicklungen in ihren drei Heimatländern zuzusehen.

    But in that time, I’ve also learned an important lesson: it’s not enough to hope that someone else will fix what’s broken.

    Aus diesem Gedanken heraus entstand schließlich ihre Guerilla-Kampagne „A Welcome Thought“, also ein „Willkommensgedanke“ oder ein „willkommener Gedanke“. Sie hat sich mit FreundInnen, DesignerInnen usw. zusammengetan und and hunderten von Plätzen in London kleine Kärtchen hinterlassen – mit der Nachricht „A place for…“

    It’s an invitation. After all, place cards are traditionally a symbol of welcome. These send a public message that everyone – of any race, creed or colour – belongs here. And they give people an easy way to help others feel more at home too: in local pubs, on public transport, anywhere that could be more welcoming.

    Innerhalb weniger Tage haben sich Menschen aus dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada Deutschland, Griechenland und Zambia beteiligt – Karaians Traum ist es, dass es irgendwann in tausenden Städten auf der ganzen Welt solche Willkommenskärtchen geben wird.

    Jeder Mensch, egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Rasse oder was auch immer, soll sich willkommen fühlen. Falls man sich an dieser schönen Idee selbst beteiligen möchte, braucht man nur vier Dinge: einen Computer, Papier, einen Drucker und diese Vorlage.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: Bild aus dem Pressekit von thisisthoughtful.com