Schlagwort: Chemikalien

  • #221 Zigarettenstummel als Straßenbelag

    Jedes Jahr fallen sechs Billionen Zigarettenstummel an – das ergibt geschätzte 1,2 Millionen Tonnen. Und viele davon werden einfach achtlos weggeschmissen, was dazu führt, dass durch äußere Einflüsse Chemikalien aus ihnen freigesetzt werden. Ein australisches Forschungsteam hat nun eine Idee, wie man diesen Müll in etwas Sinnvolles umwandeln kann.

    Sie haben Zigarettenstummel mit Bitumen und Paraffin vermischt. Dadurch werden einerseits die Chemikalien eingekapselt und können dadurch nicht mehr entweichen, andererseits ist diese Mischung ein leichter, aber stabiler Straßenbelag. Außerdem weist dieser Straßenbelag einen großen Vorteil auf: wie Journalistin Jenny Rieger in den Wissensnachrichten auf Deutschlandfunk Nova erklärt, ist der Belag durch die Stummel poröser als andere ähnliche Beläge – dadurch würden sich Straßen nicht so erhitzen wie mit Asphalt. Der Hitzeeffekt in Städten könnte damit also stark zurückgedrängt werden.


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  • #33 Einfacher Atemtest könnte günstig zuverlässige Krebsprognose liefern

    In einer neuen Studie wurden 335 Menschen aus dem St. Mary’s Hospital, Imperial College Healthcare NHS Trust, dem University College London Hospital und dem Royal Marsden Hospital getestet – 163 davon hatten entweder bereits Magen- oder Speiseröhrenkrebs diagnostiziert, 172 zeigten keine Anzeichen. Dabei wurden diese Personen mit einer sogenannten „Ionenströmungsrohr-Massenspektrometrie“ getestet. Durch diesen Atemtest können bereits kleine Mengen verschiedener Chemikalien in Gemischen von Gasen, wie z.B. dem Atem, genau gemessen werden.

    Krebszellen unterscheiden sich von gesunden Zellen und erzeugen deshalb auch einen unterschiedlichen Chemikalienmix. In 85 % der Fällen konnte der Zustand richtig festgestellt werden. Die ForscherInnen sind grundsätzlich mit dem Ergebnis zufrieden, möchten aber in den kommenden drei Jahren eine Studie mit einer größeren Testgruppe starten. Das Forschungsteam arbeitet auch an Atemtests für Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.

    Bereits im Dezember wurde ein Projekt vorgestellt, bei welchem Lungenkrebs durch Atemluft erkennt werden kann. Die Genauigkeit der Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Veränderungen betrug dabei 79 %.

    Der israelische Pulmologe und Wissenschafter Nir Peled (Davidoff Cancer Center) und seine Mitarbeiter haben einen Atemtest auf Lungenkrebs entwickelt und getestet. Es handelt sich dabei um eine „elektronische Nase“ (NaNose), welche bestimmte flüchtige organische Substanzen (VOCs) aus der Atemluft wahrnimmt und charakterisiert. (derStandard.at)


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