Schlagwort: Biosensoren

  • #242 Der schadstoffsuchende Roboter-Aal

    An der Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben ForscherInnen einen mechanischen Aal entwickelt, der in Gewässern selbstständig Schadstoffe erkennen und die ForscherInnen direkt zur Schadstoffquelle führen kann. Die lautlose Fortbewegung dabei funktioniert indem sich die einzelnen Glieder gegeneinander bewegen. Er wirbelt dabei keinen Schlamm auf, stört durch die stillen Bewegungen keine Tiere und verheddert sich auch nur selten in Wasserpflanzen.

    Dank optischer, physikalischer, chemischer und biologischer Sensoren kann der Envirobot, wie der Roboter-Aal genannt wurde, innerhalb kürzester Zeit Veränderungen im Wasser erkennen. Die ForscherInnen haben es am Genfer See mit kleinen Mengen Salz ausprobiert – mit Erfolg. Der Roboter erkannte nicht nur, dass es sich um Salz handelt, sondern machte sich auf die Suche nach dem Anfangspunkt der Salzquelle.

    4000x2248.jpg
    Der Envirobot am Ufer

    Wichtig fürs Erkennen der Schadstoffe sind die Biosensoren. So gibt es z.B. Bakterien, die zu leuchten beginnen, wenn sie in Kontakt mit einer niedrigen Konzentration von Quecksilber kommen. Oder winzige Krebse, die sich anders bewegen, wenn sie mit Schadstoffen in Berührung kommen.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: Pressefotos der EPFL: © Alain Herzog / 2017 EPFL (Titelbild); © Biorob / 2017 EPFL (Bild im Artikel)

  • #127 Büstenhalter kann Brustkrebs entdecken

    Julian Rios Cantu, ein 18jähriger Mexikaner, hat einen Büstenhalter entwickelt und patentieren lassen, welche bereits frühe Anzeichen von Brustkrebs erkennen kann. Innerhalb des BHs befinden sich Biosensoren, welche die Temperatur, das Gewebe, die Durchblutung und die Färbung der Brust messen und erkennen. Dafür müssen Frauen den BH nur ein bis zwei Mal pro Woche tragen – die vom BH erhobenen Daten werden dann mittels Bluetooth an eine App übertragen, welche bei auffälligen Veränderungen Alarm schlägt.

    Der Grund, warum sich Cantu mit diesem Thema beschäftigt hat, hat persönliche Gründe: Bei seiner eigenen Mutter wurde vor zwei Jahren durch eine Mammographie Brustkrebs diagnostiziert. Zuerst dachten die DoktorInnen, dass es sich um einen gutartigen Tumor handelte – die Knoten waren jedoch bösartig. Deshalb musste sich seine Mutter einer Mastektomie unterziehen.

    Entwickelt hat er den BH mit seinen Freunden und gründete eine Firma. Der Prototyp ist zwar noch in den frühen Teststadien, das Ziel ist jedoch, den BH ab Dezember 2018 in den Handel zu bringen.

    https://www.youtube.com/watch?v=jM5-xGsW4N8


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, waldryano, Pixabay