Schlagwort: Bedürftige

  • #82 „Together“ – Warme Speisen gegen die Kälte

    Nach einem Vorfall in Wien, bei welchem zwei obdachlose Menschen beim Versuch, ein Feuer zu machen, verbrannten, hat das Wiener Restaurant Dresdnerhof die Aktion „Together“ gestartet. Aufgrund der lang anhaltenden Kälte im Jänner bot der Betreiber Manuel Schmidt von 23. Jänner bis 31. Jänner bedürftigen Menschen täglich eine Speise und Zeit zum Aufwärmen an.

    Diese Aktion wurde mittels Facebook-Posting in die Welt hinausgetragen, über 10.000 Mal wurde der Beitrag geteilt. Und genau dort erzählt Schmidt auch vom Umfang seiner Hilfsaktion:

    https://www.facebook.com/dresdnerhof/photos/a.465643630128580.131037.127052750654338/1884239098269019/?type=3

    Wie man sieht sind Aktionen wie diese wirkungsvoll und zeigen, dass spontane Ideen oft einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Eine weitere Möglichkeit, Speisen für bedürftige Menschen mitzufinanzieren ist die Aktion „Suppe mit Sinn“ der Wiener Tafel. Am Ende der (diesjährigen) Together-Aktion wurde der Wirt Manuel Schmidt mit der goldenen Ehrenmedaille der Österreichischen Albert-Schweitzer-Gesellschaft ausgezeichnet.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, geralt, Pixabay

  • #58 Das „Miniatur Wunderland“ schenkte 18.000 Mal Freude

    Das „Miniatur Wunderland“ in Hamburg ist nicht nur die größte Modelleisenbahnanlage der Welt, sondern auch ein Besuchermagnet. Zum fünfzehnten Mal in Folge konnten die beiden Betreiber, die Brüder Frederik und Gerrit Braun, im Jahr 2016 einen Rekord verbuchen. Am 4. Jänner verkündeten Sie auf ihrer Facebook-Seite dann eine sehr, sehr schöne Sache: An 17 Terminen im Jänner galt freier Eintritt für alle, die sich das nicht leisten können. In diesem Video erklären sie ihre Beweggründe.

    https://www.facebook.com/MiniaturWunderlandHamburg/videos/10156014457444988/

     

    Das Ergebnis war überwältigend: Rund 18.000 Menschen nahmen dieses Angebot an. Nachdem die Jänner-Zahlen aus dem Vorjahr mit den zahlenden Jänner-Zahlen aus 2017 vergleicht, so gab es kaum Unterschied. Frederik Braun dazu: „Das gibt mir das Gefühl, dass alle ehrlich waren.“

    Die Aktion tauchte jetzt noch einmal in die Medien auf, weil die Betreiber einen wütenden Brief erhalten haben. Das daraus resultierende Interview auf spiegel.de ist lesenswert und zeigt, dass solche Aktionen unbedingt Nachahmer brauchen:

    Bei uns ist es so: Wenn wir geöffnet haben, ist es eigentlich egal, wie viele Menschen kommen. Dadurch entstehen uns keine zusätzlichen Kosten. Unternehmen, die eine ähnliche Situation haben – also Tierparks, Museen und so weiter – kann ich nur sagen: Macht das auch. Ihr verliert nichts. Ihr gewinnt nur. (Frederik Braun auf spiegel.de)

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  • #35 Gabenzaun am Hamburger Hauptbahnhof

    Damit Obdachlose etwas weniger Sitzmöglichkeiten am Hamburger Hauptbahnhof haben, hat sich die Stadtregierung dazu entschlossen, einen Zaun auf einer kleinen Steinmauer anzubringen. Das gefiel nicht allen – eine Gruppe von Menschen, die sich bereits seit Jahren in der Obdachlosenhilfe einbringt hatte eine interessante Idee: Der Zaun steht noch, nur jetzt nennt er sich „Gabenzaun“ und hat eine eigene Facebook-Seite.

    Menschen können dabei Sach- oder Lebensmittelspenden in transparenten Plastiktüten an den Zaun hängen. Obdachlose und Bedürftige können sich dann das für sie notwendige mitnehmen. Geht es nach den InitiatorInnen, soll der Gabenzaun von nun an fix an dieser Stelle sein.

    Neu ist die Idee freilich nicht. So gibt es z.B. den Sozialen Zaun Darmstadt. Der wurde damals von Benjamin Nover initiiert – er selbst war selber einige Zeit obdachlos gewesen.

    Zuletzt wurde von Unbekannten der Gabenzaun geplündert – Schilder, Sackerl usw. verschwanden. Weder Stadt, Stadtreinigung, Deutsche Bahn, Bahnpolizei oder S-Bahn-Wache wissen etwas davon. Für die Initiatoren ist es aber klar, dass es natürlich weitergehen muss.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, Unsplash, Pixabay