Schlagwort: Bauern

  • #51 Kölner Laden für unperfekte Lebensmittel

    Nicole Klaski ist 33 Jahre alt, hat ein abgeschlossenes Jurastudium und ist Gründerin  von „The Good Food„, einem „Supermarkt-Startup“. Dieses Startup hat zum Ziel, etwas gegen die Lebensmittelverschwendung zu tun.

    In „normalen“ Supermärkten ist es oftmals so, dass Obst oder Gemüse, das von der Norm abweicht, gar nicht erst in die Regale kommt. Bei „The Good Food“ haben gerade die unperfekten Früchte und Gemüsesorten einen Platz in den Second-Hand- oder selbstgebauten Regalen. Auch abgelaufene, aber noch verzehrbare Lebensmittel werden dort angeboten, sowie Backwaren vom Vortag.

    Den Preis legen die KäuferInnen selbst fest. Die Philosophie lautet „Zahl, was es dir wert ist“. Um Gewinn geht es in diesem Laden nicht – Nicole und ihr Team arbeitet ehrenamtlich. Mit den Einnahmen gelingt es aber, die Miet- und Logistikkosten zu decken.

    Viel Gemüse wird von Bauern gar nicht erst geerntet, da es nicht schön genug für die Regale ist. Deshalb geht sie mit einigen Helfern zu Bauern und macht nachträgliche Ernten. Der erste Schritte von „The Good Food“ war ein kleiner Marktstand im Herbst 2015, danach folgten zwei Pop-Up-Stores. Im Februar eröffnete nun in Köln-Ehrenfeld der erste richtige Laden.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, skeezePixabay

  • #20 Goa unterstützt Bauern, damit sie beginnen, ökologisch anzubauen

    Im Jahr 2016 gelang es Sikkim, der erste indische Bundesstaat zu werden, welcher zu 100 Prozent biologisch anbaut und vollkommen frei ist von gentechnisch veränderten Organismen verzichtet. Sikkim produziert 800.000 Tonnen biologische Produkte und erzeugt damit 65 Prozent des gesamten indischen Outputs.

    Nun möchte der Bundesstaat Goa nachziehen: So hat das bundesstaatliche Umweltministerium ein Programm gestartet, um den Klein- und Großbauern in Goa eine bis zu 50-prozentige finanzielle Unterstützung zuzusichern um statt Stickstoffdünger auf organische Düngemittel zu wechseln. Ziel ist es, durch den biologischen Anbau zu einer Gesundung des belasteten Bodens beizutragen und sauberes Wasser zu bewahren.

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    Während in Industrienationen die Nutzung von Stickstoffdünger massiv abgenommen hat, haben asiatische Nationen die Nutzung solcher Dünger verdreifacht – was natürlich Auswirkungen auf die Qualität des Grundwassers hat. Mit solchen Programmen will man dem entgegensteuern.

    Doch auch wenn es für manche Landwirte eine große Umstellung sein wird – es kann sich lohnen: Aufgrund der gestiegenen Nachfragen nach biologischen Produkten aus Sikkim verdienen die Landwirte dort nun um 20 Prozent mehr.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, Unsplash, Pixabay