Autor: Dominik

  • #7 Ein neues Organ in unserem Körper

    Eigentlich könnte man ja glauben, dass die Medizin das Innere unseres Körper vollends durchschaut hat. Wissenschaftler haben nun aber ein „neues“ Organ im Verdauungstrakt entdeckt. In uns tragen wir es aber schon ewig, zumindest seit Leonardo da Vinci. Der Universalgelehrte war der Erste, der das „Gekröse“ in seinen Untersuchungen beschrieben hat.

    Dieses Gekröse, wissenschaftlich „Mesenterium“ genannt, galt bislang als Gewebestrukturen, die die Darmwindungen mit der Bauchwand verbinden. Warum es nun aber plötzlich ein eigenes Organ sein soll? Weil das weit verteilte Gewebe eine zusammenhängende Struktur hat. Irische Wissenschaftler haben nun ihre Studienergebnisse in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet – Gastroenterology & Hepatology“ veröffentlicht. 

    Warum das eine so gute Nachricht ist? Weil dieser Bereich unseres Körpers nun noch viel stärker erforscht werden muss. Dadurch könnten in Zukunft zahlreiche Krankheiten im Verdauungstrakt mit diesem neuen Organ in Verbindung gebracht werden und ihre Zusammenhänge untereinander verstanden werden.

    Schließlich will man auch erforschen, ob Diabetes, Fettleibigkeit, Artheriosklerose oder Stoffwechselstörungen von diesem neuen Organ – dem Mesenterium – ausgehen, oder ob sie damit zusammenwirken. Man weiß noch immer nicht, ob es eher zum Verdauungssystem gehört, zum Gefäßsystem, zum Immun- oder zum Hormonsystem – aber man weiß, dass das Mesenterium bei vielen Vorgängen im Körper eine zentrale Rolle spielt. (WDR.de)


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  • #6 Komplettes Elfenbein-Handelsverbot in China ab Ende 2017

    #6 Komplettes Elfenbein-Handelsverbot in China ab Ende 2017

    China hat bislang den größten Markt für Elfenbein der ganzen Welt. Schätzungen gehen davon aus, dass 70 % des weltweiten Handels über dieses Land geführt werden. Nun soll zumindest der legale Handel mit Elfenbein nach und nach beendet werden.

    Bis zum 31. März 2017 soll die kommerzielle Verarbeitung und der Verkauf von Elfenbein gestoppt werden, die Rechte aller registrierten Händler sollen dann auslaufen und bis Ende des Jahres 2017 soll es schließlich zu einem kompletten Ende des Elfenbein-Handels in China geben.

    Eigentlich ist – nach dem internationalen Artenschutzabkommen CITES der Handel mit Elfenbein bereits seit 1989 verboten. Trotzdem töteten Wilderer im vergangenen Jahr mehr als 20.000 Elefanten nur aus diesem Grund. Seit 2012 hat sich aber auch in China die Meinung zum Elfenbeinhandel verändert – im Oktober 2016 hat die CITES-Artenschutzkonferenz schließlich eine Resolution verabschiedet, die alle Länder zur Schließung ihrer Elfenbeinmärkte auffordert. Neben China leiteten daraufhin auch USA und Hongkong, die zwei weiteren großen Elfenbeinmärkte, solche Verbote in die Wege.


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  • #5 Fliegen war selten sicherer als im Jahr 2016

    Flugzeuge sind das sicherste Verkehrsmittel – und auch die neuesten Zahlen bestätigen eine weitere positive Entwicklung. Das Aviation Safety Network von der Flight Safety Foundation sammelt alle Daten von Flugunfällen und -abstürzen seit dem Jahr 1946. Ihre Statistik zählt alle tödlichen Unfälle von Flugzeugen der zivilen Luftfahrt, welche mindestens 14 Passagiere transportieren können. 2016 kamen sie dabei auf 19 Unfälle mit insgesamt 325 Todesfälle. Jetzt klingt es vielleicht noch sehr viel – man muss es aber in Relation setzen:

    • Rund 35.000.000 Flüge finden pro Jahr statt – auf 19 Flügen kam es zu tödlichen Unfällen
    • Nur ein einziges Mal gab es weniger Unfälle: Im Jahr 2015 waren es 16.
    • Nur ein einziges Mal gab es weniger Todesopfer: Im Jahr 2013 kam man auf 265 Todesopfer.
    • Zum Vergleich: 2005 zählte man noch 1.075 Todesopfer
    • Im 5-Jahres-Vergleich ist man damit auf dem tiefsten Punkt seit 45 Jahren

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  • #4 Lebenserwartung am afrikanischen Kontinent steigt deutlich an

    #4 Lebenserwartung am afrikanischen Kontinent steigt deutlich an

    Die Bewohner des afrikanischen Kontinents wiesen bislang die weltweit durchschnittlich geringste Lebenserwartung aus. Wie ein Beitrag der (internationalen) Financial Times erklärt, hat sich die Lebenserwartung in einigen Ländern in großem Maße verbessert. Quelle für diese Aussage sind Zahlen der World Bank.

    So stieg sie z.B. in Malawi von 2000 bis 2014 um 42,2 % bzw. um 18,6 Jahre (von 44,1 auf 62,7 Jahre). Fünf weitere Länder verspüren einen Anstieg von über 30%, sieben einen Anstieg von über 20 %. Den geringsten Anstieg gibt es in Südafrika (2,5 Prozent) und Swaziland (0,4%).

    Viele afrikanische Staaten erlebten in den 90ern vor allem aufgrund der HIV/Aids-Epidemie starke Einbrüche in der Lebenserwartung. Auch heute kommen 25 Millionen der weltweit 35 Millionen HIV-Infizierten aus Subsahara-Afrika. Auch heute gibt es noch kein Heilmittel gegen den Virus. Aber antiretrovirale Medikamente (also Medikamente, die die Reproduktion von Retroviren wie z.B. HIV hemmen) wurden für viele Bewohner des Kontinents zugänglicher und leistbar – selbst für Menschen mit geringem Einkommen. Ebenso haben leistbare Generika von ganz herkömmlichen Medikamenten die Gesundheitsversorgung in Afrika verbessert.

    2016 liegt die Lebenserwartung bei Frauen im Durchschnitt bei 62 Jahren, jene der Männer bei 59 Jahren, mit der höchsten in Nordafrika und der geringsten in Zentralafrika.


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  • #3 Demenzrisiko des Einzelnen sinkt

    #3 Demenzrisiko des Einzelnen sinkt

    Bei diesem Thema stehen sich zwei sehr widersprüchliche Zahlen gegenüber: Die Prognosen sagen einen starken Anstieg der Demenzkranken voraus. Bereits vier Studen erklären aber nun, dass die Gefahr des Einzelnen daran zu erkranken seit Jahren sinkt. Wie können beide Aussagen stimmen? Nun ja, in den vergangenen Jahren zeigte sich eine demographische Entwicklung das Durchschnittsalter: man wird also älter. Deshalb steigen die Zahlen der gefährdeten Personen automatisch an und damit auch die absolute Zahl der Demenzkranken. Im Verhältnis zur Gesamtanzahl an Personen im Alter ist das Demenzrisiko jedes Einzelnen aber gesunken. Außerdem hat sich die Dauer, mit der Erkrankte mit Demenz leben müssen verringert – und das trotz steigender Lebenserwartung. Das bedeutet, dass die Krankheit später ausbricht.

    Wie das SPIEGEL.de schreibt, bestätigt nun bereits die vierte Studie seit 2008 einen solchen Rückgang. Überraschend ist das vor allem, weil gleichzeitig die alten Menschen mit Adipositas oder Diabetes viel mehr geworden sind. Bislang vermutete man, dass die durch diese Krankheiten häufiger auftretende Zerebralsklerose (Durchblutungsstörungen des Gehirns) das Demenzrisiko steigen würde. Durch die besseren Behandlungsangebote für Menschen mit diesen Krankheiten, scheint man damit auch die Demenz etwas einzubremsen.

    Ausschlaggebend für das Sinken des Demenzrisikos sei, so schreibt auch die Süddeutsche, das gestiegene Bildungsniveau der Menschen. Die Generation der sogenannten Babyboomer, welcher nun nach und nach in das Risikoalter hineinfallen, haben eine völlig andere, tiefergehende Bildung genossen als noch ihre Elterngeneration.


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  • #2 Impfstoff gegen Ebola wirkt

    #2 Impfstoff gegen Ebola wirkt

    Im Jahr 2014 brach die bislang stärkste Ebolafieber-Epidemie aus: bis März 2016 erkrankten 28.639 Menschen am Ebolafieber, von denen 11.316 verstarben. Gegen die 1976 entdeckten Ebolaviren, die das Ebolafieber verursachen, gab es bislang keinen Impfstoff. Auch heute ist noch kein Medikament am Markt, doch kanadischen Forschern scheint der Durchbruch nun gelungen.

    In Guinea testeten sie ihren Impfstoff „rVSV-Zebov“ an 6.000 Menschen. Keiner davon erkrankte im vergangenen Jahr an Ebola. In der Kontrollgruppe mit nicht-geimpften Menschen kam es hingegen zu 23 Infektionen. Daher geht man nun von einem fast hundertprozentigen Schutz aus. Es gebe eine „90-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der Impfstoff während einer akuten Epidemie 80 Prozent der Geimpften schützt“.

    Das US-Pharmaunternehmen Merck will das Medikament mittels Schnellverfahren bereits 2018 auf den Markt bringen – normalerweise dauert es bis zu zehn Jahren, bis es zu einer Zulassung kommt. Als Gegenleistung für das Schnellverfahren sichert Merck zu, 300.000 Dosen für Notfälle bereitzuhalten.

    Zwar müsse man für andere Ebola-Virenstämme eigene Impfstoffe entwickeln, aber mit diesem Erfolg ist zumindest ein vielversprechender Anfang gemacht.


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  • #1 Der Welt geht es besser, als man denkt

    #1 Der Welt geht es besser, als man denkt

    Kurz vor Weihnachten veröffentlichte Max Roser auf Twitter eine Bild mit acht Lebensbedingungen und ihrer Veränderung in den letzten zweihundert Jahren – eine beeindruckende Entwicklung:

    Der NZZ.at-Chefredakteur Lukas Sustala erwähnt in seinem Beitrag „Die Welt ist besser als ihr Ruf“ übrigens auch diese Grafik. Im Artikel, der am 25. Dezember 2016 erstmals erschienen ist, erklärt Sustala, dass wir oftmals viel zu pessimistisch sind.

    Doch in Wirklichkeit ist der Pessimismus nicht selten eine Themenverfehlung, basierend auf Vorurteilen und dem journalistischen Fokus auf die Dinge, die eben nicht funktionieren. Die Welt mag nicht der Himmel auf Erden sein, das heißt aber nicht, dass man die Ereignisse dieses Jahres als sichere Anzeichen für chaotische Zustände deuten darf.

    Im weiteren Verlauf des Artikels findet man ein Video des Statistik- und Visualisierungsgenies Hans Rosling und eine Erklärung des Ignoranztests. Alles in allem ein angenehm unaufgeregter Artikel mit interessanten Fakten, der es vielleicht schafft, den üblichen Pessimismus etwas einzubremsen.


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