Laut einem Bericht des Center for Disease Control and Prevention (CDC) gibt es in den Vereinigten Staaten von Amerika so wenig Schwangerschaften von Jugendlichen (im Alter von 15 bis 19 Jahren) wie noch nie. So sank es in den vergangenen 25 Jahren von 62 Geburten je 1.000 Teenager auf 24 Geburten je 1.000 Teenager gesunken.
Die Gründe für den Rückgang sind relativ unklar, aber es gibt einzelne Vermutung: So gingen in Colorado die Schwangerschaften zwischen 2009 und 2015 um fast 40 Prozentpunkte zurück. Der Grund? Weil „die Gesundheitsbehörden des Bundesstaates den Jugendlichen unentgeltlich lang anhaltende, umkehrbare Kontrazeptiva anboten.“
Außerdem werden Amerikanerinnen heutzutage später aktiv als in früheren Generationen. Mitgrund hierfür sind, laut Soziologen, „Reality-Serien“ wie 16 and Pregnant (MTV, vergleichbar mit Sendungen wie Teenager werden Mütter). In den ersten eineinhalb Jahren nach der Premiere der Serie sank die Zahl der Jugendschwangerschaften in den USA um sechs Prozentpunkte.
Forscher der Michigan State University fanden nun eine chemische Verbindung, welche die Ausbreitung von Melanomzellen um bis zu 90 % reduziert. Das „maligne Melanom“ wird umgangssprachlich auch als schwarzer Hautkrebs bezeichnet. Das gefährliche an dieser Krebsart ist, dass es hier bereits sehr früh zu Metastasenbildung kommt.
Die chemische Verbindung bzw. das potentielle Medikament wurde eigentlich für die Behandlung von Sclerodermie, eine anderen, bislang unheilbaren Hauterkrankung entwickelt. Der gleiche Vorgang, der bei dieser Krankheit zur Hautverdickung führt, trägt zur Verbreitung der Krebszellen bei.
Doch wie funktioniert diese chemische Verbindung? FOCUS hat es recht verständlich zusammengefasst:
Unsere Gene besitzen die Eigenschaft, Ribonukleinsäure und bestimmte Proteine im Tumor zu produzieren. Ein Vorgang, der zur Ausbreitung von Krebs im Körper beiträgt. Hier greift der neue Wirkstoff, der noch keine genaue Bezeichnung hat, ein und blockiert den Prozess.
In Mitteleuropa sind wir es heutzutage gewohnt, aktuelle Landkarten nutzen zu können: Nur so können wir uns immer mehr auf Tools zum Navigieren verlassen. In manchen Ländern jedoch sind Straßen und Gebäude abseits der großen Städte oftmals nicht eingetragen – ein Umstand, der immer mal wieder dazu führt, dass Freiwillige und Interessierte mithelfen, Karten gemeinsam zu erweitern, zu verbessern und diese dann zur freien Nutzung zur Verfügung zu stellen.
Bei einem Mapathon, einer „Mapping Party“, im Wiener Metalab trafen sich 50 Menschen, um Karten für das Gebiet im Südsudan rund um die Stadt Aweil zu verbessern. Ziel dabei war es, mittels Sattelitenaufnahmen Gebäude und Straßen in das bestehende (recht leere) Kartenmaterial einzutragen, um so Hilfsorganisationen in diesem Krisengebiet zu unterstützen.“Sie zeichneten in wenigen Stunden auf einer Fläche von rund 35,7 Quadratkilometer 6153 Gebäude und Wohngebiete mit Hilfe eines Computers ein“, schreibt Barbara Wimmer in ihrem Beitrag über den Mapathon in der Futurezone. Eingetragen werden diese in das offene Kartenmaterial von Open Street Map.
Dieses Video gibt einen kurzen Einblick (auf Englisch), was ein Mapathon genau ist:
Nach diesem Erfolg, initiiert von Edith Rogenhofer von Ärzte ohne Grenzen und in Kooperation mit dem Roten Kreuz, sind in Wien weitere Mapathons geplant – der nächste bereits im März. International haben bereits 20.000 Menschen mitgeholfen, Kartenmaterial für Krisengebiete zu verbessern.
Bob Rutherford, ein heute 88-jähriger Mann in Kanada baute u.a. aus Abwasserschläuchen zwei Strickmaschinen, die es ihm ermöglichten, günstig und schnell Socken herzustellen. Warum er all das macht?
Als 2010 seine Ehefrau verstarb, spürte er den Verlust und hatte plötzlich nichts mehr zu tun. Erst sein Sohn brachte ihn dann mit den Worten „If you want to help yourself, help somebody else“ auf die Idee.
Seither haben er und sein Team (Glynn Sully, 92; George Slater, 85 & Barney Sullivan, 65) 10.000 Paar Socken hergestellt, die an Obdachlosenheime in seiner Heimat und im ganzen Land verteilt werden. Alleine im vergangenen Jahr stellten sie so 2.000 Paar her. Die Wolle kaufen sie dabei entweder von Spendengeldern oder erhalten kiloweise Wollspenden direkt von Händlern.
Einen Bauplan (zum Nachbauen) gibt es leider bislang noch nicht – dabei wäre es doch spannend, solche Maschinen, mit einem Tempo von 90 Maschen pro Sekunde, auch selbst herzustellen.
Wie der Independent berichtet, ist Schweden auf dem besten Weg, ihr Ziel zu zu erreichen: Bis zum Jahr 2040 wollen die Skandinavier ihren Bedarf voll und ganz mit erneuerbare Energien abdecken. Schon 2015 stammten 57 % des schwedischen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien. Im selben Jahr verkündete der schwedische Premierminister Stefan Löfven, dass man durch massive Investitionen in erneuerbare Energien und grüne Technik eines der ersten Länder weltweit sein möchte, das komplett auf fossile Brennstoffe verzichten will.
Warum das in Schweden offenbar so gut gelingt? Weil das Land nicht dicht besiedelt ist und somit viel Land für den Bau von großen Windradanlagen zur Verfügung steht. Die zehn schwedischen Atomkraftwerke werden deshalb nach und nach abgedreht und ihr Anteil an der schwedischen Stromerzeugung von den Windrädern übernommen.
Andere Länder sind da noch besser dran: Dänemark stellt 140 % des dänischen Energiebedarfs allein durch Windkraft her und exportiert den Überschuss in die Nachbarländer. Island schafft es fast, dass 100 % ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien kommt. Costa Rica gelang es 2016 auch fast zu 100 %, rein mit erneuerbarer Energie auszukommen.
Zentrifugen sind aus der modernen Medizin (ob in Forschung oder Praxis) nicht mehr wegzudenken. Durch die sogenannte Masseträgheit schafft es dieses Instrument, einzelne Bestandteile zu trennen, z.B. von Blut. Dabei wird der zu trennende Inhalt durch schnelle, gleichmäßige Kreisbewegungen aufgespaltet.
Wikipedia beschreibt den Ablauf einer Zentrifugation so: „Partikel oder Medien mit höherer Dichte wandern aufgrund der höheren Trägheit nach außen. Dabei verdrängen sie die Bestandteile mit niedrigerer Dichte, die hierdurch zur Mitte gelangen.“
Das Problem ist: Eine solche Zentrifuge ist nicht billig und benötigt Strom. Gerade in Entwicklungsländern (und in den entlegensten Orten) ist Geld und auch Strom nicht immer vorhanden. Wie muss man also eine Zentrifuge designen, damit auch diese Menschen ein solches Instrument nutzen können?
Bioingeneure der Stanford Universität haben nun die sogenannte „Paperfuge“ vorgestellt, ein Zentrifuge, welche aus Karton und Schnüren hergestellt werden kann – für den Preis von 20 US-Cent (rund 19 Euro-Cent). Betrieben wird sie dann – übrigens mit geringer Anstrengung – mit den eigenen Händen. Die Idee dazu kam durch ein Spielzeug, das es seit mehr als 5.000 Jahren gibt.
Um das Video kurz zusammenfassen: Die ForscherInnen waren überrascht, als sie bemerkten, dass das Spielzeug namens „Buzzer“ (deutsche Begriffe sind: Brummknopf oder Schnurrer) sich mit 10.000 Umdrehungen pro Minute drehte. So erforschten sie zuerst die genaue Funktionsweise des Spielzeugs und schafften es dann, die Umdrehungen weiter zu erhöhen: 125.000 pro Minute. (Zum Vergleich: ein Jojo schafft 4.000 Umdrehungen pro Minute). Also genug, um daraus eine „Paperfuge“ zu kreieren.
Natürlich tropft man das Blut dabei nicht auf den Karton – stattdessen klebt man kleine Kapillarröhrchen, gefüllt mit Blut, zwischen zwei dieser Karton-Kreise und klebt diese dann zusammen. Nutzt man diese „Paperfuge“ für zwei Minuten, kann man bereits das Blutplasma von den roten & weißen Blutkörperchen trennen – ein wichtiger Schritt für viele Diagnosetests. Auch Malaria, die Schlafkrankheit, HIV oder Tuberkulose können dadurch diagnostiziert werden.
Manu Prakash, der Leiter des Forschungsteams hinter diesem Projekt, hat sich übrigens bereits mit weiteren kostengünstigen Dingen einen Namen gemacht: u.a. ein 1-Dollar-Mikroskop aus Papier, ein elektromagentisches Pflaster um parasitäre Würmer zu erkennen. 2016 bekam er das MacArthur-Fellowship „Genius Grant“ (eine Auszeichnung für außergewöhnliche und innovative Menschen) verliehen.
Seit 2016 gibt es in Frankreich ein eigenes Gesetz, welches Supermärkte verpflichtet, nicht verkaufte Lebensmittel nicht mehr einfach nur zu vernichten. Damit will man gegen die Lebensmittelverschwendung vorgehen. Halten sich Supermärkte nicht an diese Regelung, drohen ihnen Strafen von bis zu 75.000 Euro.
„Sollten die Lebensmittel nicht mehr genießbar sein, können sie auch zu Tierfutter verarbeitet oder zumindest kompostiert werden. Ziel der französischen Regierung ist es, die Abfallmenge bis zum Jahr 2025 zu halbieren.“ (GEO.de)
Auch das Europäische Parlament forderte nun verbindliche Rechtsvorschriften, um Lebensmittelabfälle in Europa bis 2030 zu halbieren. Italien hat es ebenfalls für Unternehmen und Landwirte gesetzlich erleichtert, Lebensmittel für wohltätige Einrichtungen zu spenden („Sanctions for giving away food past its sell-by date have been removed, and business owners will pay less waste tax the more they donate“ Independent.co.uk). Auch das Parlament des Vereinigten Königreichs arbeitet an einer gesetzlichen Änderung.
Einige Unternehmen starten von selbst aus solche Initiativen: Tesco (mit einem Marktanteil von 28,4 % im Vereinigten Königreich) hat sich entschlossen, es bis Ende 2017 zu schaffen, alle unverkauften Lebensmittel an soziale Einrichtungen zu geben. Auch Starbucks (Marktanteil an Kaffeeketten in den USA: 42,4 %) will all ihre unverkauften Speisen spenden. Bis 2021 soll dies in allen der 7.600 Standorte in den USA passieren.
In Deutschland fordert Ernährungsminister Christian Schmidt das Abschaffen des Haltbarkeitsdatums (geregelt wird dies auf EU-Ebene) – dadurch soll die Verschwendung vor allem bei Privatkonsumenten sinken. Laut seinem Ministerium landen in Deutschland jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Davon stammen 6,7 Millionen Tonnen von Privathaushalten. In Österreich sieht die Politik den Ball bei den Privathaushalten.
Die American Cancer Society (ACS) zeigt mit ihren neuen Zahlen einen Rückgang bei Todesfällen durch Krebs in den Vereinigten Staaten von Amerika. In den letzten 25 Jahren sank die Zahle der Todesfälle um 25 Prozent.
Zwischen 1990 und 2014 gab es zum Beispiel bei Todesfällen im Zusammenhang mit Lungenkrebs bei Männer einen Rückgang um 43 Prozent, bei Frauen zwischen 2002 und 2014 um 17 Prozent. Brustkrebs-Todesfälle bei Frauen sanken um 38 Prozent (zwischen 1989 und 2014), Prostata-Todesfälle bei Männern um 51 Prozent (zwischen 1993 und 2014), die Zahl der Darmkrebs-Todesfälle bei Männern und Frauen ebenfalls um 51 Prozent (zwischen 1976 und 2014)
Gründe für den Rückgang sind, laut ACS, der deutliche Rückgang beim Tabakkonsum. In den USA sank die Raucherquote von 42 Prozent im Jahr 1965 auf 24,7 im Jahr 1997 und schließlich auf 15,2 Prozent im Jahr 2015. Keinen Rückgang, sondern eine Zunahme gab es bei der Früherkennung, vor allem durch die stärker genutzten Vorsorgeuntersuchungen. Informationen über die verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen gibt es übrigens z.B. hier auf der Seite der Österreichischen Krebshilfe.
Laut dem Welthunger-Index (WHI) 2016 ist der Hunger in Entwicklungsländern seit dem Jahr 2000 um rund 29 Prozent zurückgegangen. Ein kleiner Fortschritt auf dem Weg zur Erfüllung der Agenda 2030.
22 Länder konnten zwischen dem WHI 2000 und dem WHI 2016 ihre Werte um mindestens 50 Prozent reduzieren. Myanmar, Ruanda und Kambodscha sind dabei die drei Länder in den Kategorien „ernst“ und „sehr ernst“, die ihre Hunger-Werte am stärksten reduzieren konnten.
Die höchsten Hungerwerte gibt es in den afrikanischen Staaten südlich der Sahara: So haben z.B. die Zentralafrikanische Republik und der Tschad die höchsten Zahlen. Doch auch hier gibt es Rückgänge zu vermelden: Von 52,2 % im Jahr 1992 zu 46,1 % im Jahr 2016 in der Zentralafrikanischen Republik, und von 62,5 % im Jahr 1992 zu 44,3 % im Jahr 2016 im Tschad.
Übrig bleibt aber immer noch eine erschreckend hohe Anzahl an Hungernden in in diesen Staaten. Der WHI 2016 sieht Gründe für die relativ geringe Reduzierung an den gewaltsamen Konflikten, der schlechten Regierungsführung und bereits an den negativen Auswirkungen des Klimawandels.
Die sogenannte „Agenda 2030“, ein Abkommen aller 193 Staaten der Vereinten Nationen, sieht die Beseitigung des weltweiten Hungers als ein Ziel an. Nehmen der Hunger im selben Tempo ab, so werde sich 2030 kein Land mehr in der Kategorie „sehr ernst“ wiederfinden. Immerhin 45 Länder wären noch in den Kategorien „mäßig“ und „ernst“.
Ein internationales Forscherteam hat nun ein neues Medikament mit dem wunderschönen Namen „Ocrelizumab“ entwickelt: Im Gegensatz zur gängigen Behandlung mit Beta-Interferon („Interferon beta-1A) vermindert das neue Medikament die Zahl der Krankheitsschübe deutlich und wirkt auch als erstes (!) Medikament gegen die stetig fortschreitende Form der Krankheit.
Bei der schubartigen Form von MS verringerte Ocrelizumab die Zahl der Schübe laut den Studienergebnissen um 45 Prozent im Vergleich zur Behandlung mit Interferon. Auch die für die Krankheit typischen Entzündungsherde im Gehirn waren mit Ocrelizumab um 90 Prozent reduziert gegenüber der Interferontherapie.
Der Antikörper Ocrelizumab wurde von den Unternehmen Biogen und Genetech entwickelt. Mittels zwei klinischer Phase-3-Studien wurde die Wirksamkeit des Medikaments an jeweils 700 Patienten geprüft. Phase 3 bedeutet, dass nach erfolgreichem Abschluss dieser Phase die Prüfungsunterlagen zur Zulassung bei den zuständigen Behörden vorgelegt werden können.
Bislang hat sich das Medikament als gut verträglich herausgestellt, nun müssen Studien noch die Langzeitsicherheit untersuchen. In den USA startete bereits ein beschleunigtes Prüfverfahren für das Medikament.