Autor: Dominik

  • #27 Wien zählt erneut mehr Öffi-Jahreskarten als PKWs, Fahrradnutzung steigt ebenfalls

    Die Bewohner der österreichischen Bundeshauptstadt zeigt sich in Sachen Mobilität sehr modern: Gab es im Jahr 2006 noch doppelt so viele angemeldete PKWs wie Öffi-Jahreskarten, so hat sich das in den vergangenen zehn Jahren deutlich verändert, wie eine Grafik des VCÖ (einer NGO zum Thema Mobilität) aufzeigt:

    Zwar wuchs die Anzahl der angemeldeten PKWs an – doch nur in kleinem Ausmaß. Wenn man bedenkt, dass Wien 2008 1,67 Millionen Einwohner und 2016 bereits 1,84 Millionen zählte, hätte man hier auch einen weitaus größeren Zuwachs sehen können. Preislich war die Jahreskarte bereits 2007 mit 449 Euro für 961 Kilometer Öffi-Netz recht günstig, den deutlichsten Anstieg an JahreskartenbesitzerInnen gab es aber 2012, als im Mai der Preis auf 365 Euro gesenkt wurde. 2015 gab es dann erstmals mehr JahreskartenbesitzerInnen als PKWs, und auch 2016 ist die Tendenz weiter steigend.

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    Der massive Zuwachs ist nur deshalb, weil hier nicht 2015 und 2016 verglichen werden, sondern 2010 und 2016.

    Und auch hinsichtlich das Radfahrens kann Wien mit positiven Zahlen aufwarten: Die Stadt Wien hat an verschiedenen Orten automatische Zählstellen für den Radverkehr installiert – um so die Frequentierung messen zu können. Dabei gab es an fünf von zehn Zählstellen Veränderungen im zweistelligen Prozentbereich und nur zwei Stellen, die mit -1,9 % und-1,8 % einen negativen Wert aufführen.


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  • #26 Korallen passen sich an oder tauchen ab

    Bunte Korallenriffe sind nicht nur wunderschön, sondern leider auch sehr empfindlich. Durch die Klimaerwärmung und die daraus resultierende Übersäuerung der Weltmeere ziehen sie sich vielerorts zurück oder sterben ab. Doch: Es gibt doch einige Riffbaumeister, die sich den veränderte Verhältnissen anpassen können.

    ForscherInnen des US-Forschungsinstituts Woods Hole Oceanographic Institution untersuchten vor das Meer vor den Rock Islands des Pazifik-Staats Palau. [googlemaps https://www.google.com/maps/embed?pb=!1m18!1m12!1m3!1d663586.0867366001!2d133.9980524456961!3d7.222411596152598!2m3!1f0!2f0!3f0!3m2!1i1024!2i768!4f13.1!3m3!1m2!1s0x32d5af1482aab5fd%3A0x710394c24c175fa2!2sChelbacheb-Inseln%2C+Palau!5e0!3m2!1sde!2sat!4v1485381684604&w=650&h=450]

    Dort ist das Meer von Natur aus sauer, doch gerade dort, an den sauersten Stellen entwickelten sich ein „vielfältigere und artenreichere Gemeinschaft“ als an weniger sauren Orten. Jetzt ist nur noch fraglich, ob diese Korallen ihre Anpassungsfähigkeit über Jahrtausende entwickelt haben, oder sich relativ rasch veränderten – aber für einige Korallen andernorts könnten sie damit ein Vorbild sein.

    Experten hoffen zudem, dass auch mesophotische Riffe für Korallen ein möglicher Rettungsanker sein können. Die mesophotische Zone ist in ungefähr 40 bis 150 Metern – hier gibt es noch Restlicht von der Sonneneinstrahlung. In diesem Bereich ist das Wasser kühler, Wellen und Turbulenzen seltener – und die Korallen sind in der Tiefe auch vermehrungsfreudiger.

    Eine Entwarnung für alle Korallenarten wollen und können die Experten aber natürlich nicht geben:

    Langfristig werde die Gesundheit der Riffe von der Reduktion der Treibhausgase abhängen. Doch wer Überfischung vermeide, gebe den Unterwasserstädten gute Chancen, mit den Herausforderungen einer wärmeren Zukunft fertigzuwerden. (Wiener Zeitung)


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  • #25 Norwegen möchte Finnland zum Geburtstag einen Berg schenken

    Okay, zugegeben: Es gibt noch politischen Widerstand. Aber, um die Überschrift zu präzisieren: Eine Gruppe NorwegerInnen möchte dem höchsten Berg Finnlands die Spitze zurückgeben. Denn zwar ist Haltitunturi zwar der höchste Berg Finnlands – seinen höchsten Gipfel hat er aber in Norwegen.

    Bjørn Geirr Harsson, ein norwegischer (bereits pensioniserter) Geophysiker hatte bereits 1972 die Idee dazu. Finnland feiert am 6. Dezember 2017 ihre einhundertjährige Unabhängigkeit von Russland – ein großer Grund zu feiern. Und genau da sollte Norwegen mit einem tollen Geschenk aufwarten:

    “It is a gift from the heart of the Norwegians to Finland so we don’t expect anything back; we just want to give them something really nice when they celebrate 100 years as a free nation.” (independent.co.uk)

    31 Meter würde man dabei in norwegisches Territorium vordringen müssen. Und es ist ja nicht so, dass Geirr Harsson der einzige ist, dem diese Idee gefällt. Svein Oddvar Leiros, Bürgermeister der Gemeinde Kåfjord (dort steht die Bergspitze), findet die Idee ebenfalls gut. Und Erna Solberg, die Premierministerin des Landes? Auch sie findet die Idee schön, aber: Würde man dies tun, würde man gegen Artikel 1 der norwegischen Verfassung verstoßen, denn dort heißt es „The Kingdom of Norway is a free, independent, indivisible and inalienable realm.“. Also frei, unabhängig, unteilbar und unveräußerlich. Das sagte Solberg im Oktober 2016.

    Doch der Kampf ums Geschenk geht weiter: Nun gibt es einen Kurzfilm namens „Battle for Birthday Mountain“, mit welchem man Aufmerksamkeit und Druck auf die norwegische Politik ausüben will. Darin werden Geirr Harssons Beweggründe und die Meinung von PolitikerInnen wiedergegeben.

    https://vimeo.com/198705876 

    Und bis zum Geburtstag sind es ja auch noch 10 Monate und 11 Tage.


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  • #24 Nepalesische Initiative zum Schutz des Schneeleoparden

    Man macht sich Sorgen um den Schneeleoparden. Zurecht: Die IUCN (Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen) sieht die Art als stark gefährdet an. Schätzungen gehen von 4.000 bis 6.600 wild lebenden Individuen aus, wobei Wilderei und die Bejagung seiner natürlichen Beutetiere durch die Menschen dem Bestand des Schneeleoparden am meisten zusetzt.

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    Das Verbreitungsgebiet des Schneeleoparden

    Nun haben sich MinisterInnen jener Länder getroffen, in denen der Schneeleopard verbreitet ist, um gemeinsam an der Zukunft der Art zu arbeiten. Von 19. bis 20. Jänner traf man sich dabei zum „2nd Steering Committee Meeting of the Global Snow Leopard and Ecosystem Protection Program“ (oder kurz: GSLEP) in Kathmandu, Nepal.

    Herausgekommen ist dabei der „Snow Leopard Conservation Action Plan 2017-2012. Ziel ist es für Nepal dabei, dass zumindest 100 Schneeleoparden im Fortpflanzungsalter jene drei Landschaften bevölkern, die sie es Lebensraum ansehen.

    Es ist ein ambitionierter Plan:

    The action plan will address the urgent need to continue research and monitoring using cutting-edge technology; improve habitat and corridors; mitigate conflict through community engagement; reduce wildlife crimes; and, strengthen trans-boundary coordination and cooperation. This all-encompassing new plan is estimated to cost $3.15 million. (wwf.panda.org)

    Bleibt nur zu hoffen, dass ihnen dieses Unterfangen gelingt und durch den Klimawandel nicht weiterer Lebensraum für den Schneeleoparden verschwindet. (Auch daran arbeiten die NepalesInnen gerade.)

    Der nepalesische Premierminister Dahal erklärt aber auch, dass die Arterhaltung des Schneeleoparden eine globale Angelegenheit sei:

    “The responsibility of protecting snow leopards does not rest solely with these 12 countries and a handful of organisations,” he said. (thehimalayantimes.com)


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    Von Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird Laurascudder als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben). – Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird angenommen, dass es sich um ein eigenes Werk handelt (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben)., CC BY-SA 3.0, Link

  • #23 Schweden macht Reparieren billiger

    Wird eine elektronisches Gerät kaputt, steht der/die NutzerIn stets vor der Frage, ob sich die Reparatur, sofern sie möglich ist, überhaupt lohnen würde, oder ob man sich gleich für eine Neuanschaffung entscheiden soll. Die schwedische Regierung hat sich nun dem Thema angenommen und hat damit der Wegwerfgesellschaft den Kampf angesagt: Der Mehrwertsteuersatz für Reparaturen sinkt dabei von 25 auf 12 Prozent. Ist der Herd oder der Geschirrspüler kaputt, soll Kunden zudem einen Teil der Reparaturkosten vom Finanzamt zurückholen können.

    Weitere Ziele der schwedischen Regierung: Der Kauf von Gebrauchtwaren soll künftig gefördert werden. Zudem sollen Ideen wie Carsharing weitergedacht und forciert werden. Die Initiative soll auch in den Schulen Schwedens vorgestellt, diskutiert und mit Projekten unterstützt werden.

    Per Bolund, schwedischer Verbraucherminister erklärt, warum sich dieser Weg für das Land rentieren werde, obwohl er mit ja Steuersenkungen einhergeht: „Wir glauben, dass diese Branche [Reparaturbranche, Anm. des Autors] mehr zu tun bekommt, also werden mehr Menschen in diesem Bereich arbeiten, und die wiederum zahlen Einkommensteuer.“


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  • #22 Erster friedlicher Machtwechsel in Gambia

    Zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich im Jahr 1965 und der Gründung der Republik Gambia 1970 kam es nun zu einem friedlichen Machtwechsel an der Spitze des Staates. Adama Barrow setzte sich bei der Wahl am 1. Dezember 2016 als Sieger gegen den Langzeitregenten Yahya Jammeh durch. Dieser hat zwar Anfangs seine Niederlage eingestanden, wollte aber dann sein Amt nicht verlassen.

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    Gambia wurde im Jahr 1970 zu einer Präsidialrepublik – bislang wurde es jedoch von nur zwei Präsidenten beherrscht: Bei der ersten Wahl setzte sich der demokratische Kandidat Dawda Jawara durch – und blieb über fünf Legislaturperioden lang an der Spitze des Staates. 1994 kam es schließlich zu einem Militärputsch, angeführt von einem gewissen Yahya Jammeh, welcher Dawda Jawara stürzte. 1996 kam es, nach dem Beschluss einer neuen Verfassung, schließlich zu einer Wahl, aus der Jammeh als Sieger hervorging. Seit 20 Jahren regierte Jammeh diktatorisch in dem westafrikanischen Staat.

    Nachdem der Machtwechsel durch Jammeh vorerst verhindert wurde, hat sich auch die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) ein – versuchte anfangs diplomatisch und schließlich mit militärischer Drohung Jammeh zur Aufgabe zu zwingen. Durch seine Flucht ins Exil und der Aufgabe seines Anspruchs auf die Macht wandte er jedoch eine militärische Intervention ab.


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  • #21 Norwegen will Brasiliens Regenwald schützen

    Norwegen möchte, gemeinsam mit Firmen wie Unilever und Nestlé, bis 2020 400 Millionen US-Dollar sammeln, um die Zerstörung des Regenwaldes in Brasilien zu bekämpfen. Am World Economic Forum (WEF) in Davos stellte Erna Solberg, die norwegische Premierministerin, ihre Initiative vor und erklärte: „“The future of the planet depends on our common ability to both protect and restore forests at unprecedented scale“

    100 Millionen US-Dollar wurden dabei von der norwegischen Regierung bereits zugesagt, der private Sektor soll bis 2020 den Umfang des Fonds auf 400 Mio. US-Dollar erhöhen. Unter anderem sollen damit Kleinbauern unterstützt werden. Mit dem Fonds sollen so fünf Millionen Hektar Regenwald von der Abholzung gerettet werden. Der Fonds ist Teil der Tropical Forest Alliance 2020, einer internationalen Zusammenarbeit privater und öffentlicher Akteure.

    Mit diesem Fonds sollen Länder unterstützt werden, damit sie ihre Verpflichtungen des Pariser Klimaabkommens erfüllen können. Everton Lucero, der brasilianische Junior-Minister für Klimawandel freut sich über die Unterstützung: „We applaud the fund as we are a strong believer in governments and companies working together to protect the environment while feeding the world“.


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  • #20 Goa unterstützt Bauern, damit sie beginnen, ökologisch anzubauen

    Im Jahr 2016 gelang es Sikkim, der erste indische Bundesstaat zu werden, welcher zu 100 Prozent biologisch anbaut und vollkommen frei ist von gentechnisch veränderten Organismen verzichtet. Sikkim produziert 800.000 Tonnen biologische Produkte und erzeugt damit 65 Prozent des gesamten indischen Outputs.

    Nun möchte der Bundesstaat Goa nachziehen: So hat das bundesstaatliche Umweltministerium ein Programm gestartet, um den Klein- und Großbauern in Goa eine bis zu 50-prozentige finanzielle Unterstützung zuzusichern um statt Stickstoffdünger auf organische Düngemittel zu wechseln. Ziel ist es, durch den biologischen Anbau zu einer Gesundung des belasteten Bodens beizutragen und sauberes Wasser zu bewahren.

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    Während in Industrienationen die Nutzung von Stickstoffdünger massiv abgenommen hat, haben asiatische Nationen die Nutzung solcher Dünger verdreifacht – was natürlich Auswirkungen auf die Qualität des Grundwassers hat. Mit solchen Programmen will man dem entgegensteuern.

    Doch auch wenn es für manche Landwirte eine große Umstellung sein wird – es kann sich lohnen: Aufgrund der gestiegenen Nachfragen nach biologischen Produkten aus Sikkim verdienen die Landwirte dort nun um 20 Prozent mehr.


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  • #19 Die mögliche Selbstheilung der Zähne

    Wenn britische ForscherInnen des King’s College London Recht behalten, dann könnte ihre Entdeckung in der Zukunft Füllungen aus Amalgam, Kunststoff oder Zement unnötig machen. Sie fanden heraus, dass ein ein Mittel, welches eigentlich gegen Alzheimer wirken soll, die Zähne von Mäusen dazu anregt, Löcher durch nachwachsende Zellen zu schließen.

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    Der Aufbau eines Zahns

    Aber von Anfang an: Ein Zahn ist, vereinfacht gesagt, aus drei Dingen aufgebaut. Ganz innen ist das Zahnmark, oder auch Zahnpulpa genannt. Um dieses herum liegt das Zahnbein, auch Dentin genannt – das ist der größte Teil des Zahns. Auf dem Dentin liegt schließlich noch der harte Zahnschmelz. Geht der Zahnschmelz verloren, ist das blöd – denn der wächst nicht wieder nach. Das Dentin hingegen kann lebenslang neu gebildet werden – das passiert auch schon jetzt zwischen der Grenzfläche zum Zahnmark, wenn die Pulpa durch ein Verletzung oder eine Infektion freigelegt wird.

    Die ForscherInnen schafften nun aber, dass sich die Dentinneubildung auf den ganzen Zahn ausweitet. Dies funktioniert mit dem klinisch als sicher geltenden Alzheimermedikament namens Tideglusib. Wie diese Selbstheilung funktioniert, ist schnell erklärt:

    Wie die Forscher im Fachblatt „Scientific Reports“ schreiben, stimuliert Tideglusib die Bildung von Stammzellen im Zahnmark und regt sie dazu an, sich zu sogenannten Odontoplasten umzuwandeln. Diese spezialisierten Zahnzellen wiederum führen zur Produktion von Dentin. (derStandard.at)

    Tideglusib deaktiviert dabei ein Enzym namens GSK-3, welches die Neuformung von Dentin eigentlich unterdrückt.

    Die Sache ist nur: Löcher in Mäusezähnen sind viel, viel kleiner als Löcher in Menschenzähnen. Nach dem erfolgreichen Test an Mäusen, testen die ForscherInnen es nun an Ratten, welche bereits vierfach größere Zähne haben als Mäuse. Gelingt auch hier die Selbstheilung, sollen klinische Tests bei Menschen beginnen.

    Aber: Auch bei zukünftigen Selbstheilungsprozessen der Zähne muss der Zahnarzt in von Karies befallenen Zähne bohren. So gut das alles also auch klingt – es bleibt einem leider nicht alles erspart.


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  • #18 Vierzig globale Konzerne wollen weniger Plastikmüll erzeugen

    Die schlechte Nachricht zuerst: Sollte sich nichts ändern, wird es 2050 mehr Plastik als Fische in den Weltmeeren geben. Eine erschreckende Vorstellung. Die gute Nachricht ist aber, dass sich nun 40 global agierende Konzerne wie z.B. Procter and Gable, Unilever, Coca-Cola oder Danone zu einem selbst auferlegten Wandel entschlossen haben. Im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos schlossen sich die Unternehmen einer Initiative der Seglerin Ellen MacArthur (übrigens eine Rekord-Weltumseglerin) an.

    Sie hat es sich mit ihrer Foundation zur Aufgabe gemacht, die weitreichende Verschmutzung der Weltmeere zum Thema zu machen und Veränderungen bzw. Lösungen zu forcieren. Das Umdenken bei den globalen Unternehmen ist damit ihr bislang größter Erfolg. So schreibt die FAZ:

    Der Nahrungs- und Putzmittelkonzern Unilever verpflichtete sich beispielsweise, bis zum Jahr 2025 nur noch voll wiederverwertbare, recyclingfähige oder kompostierbare Plastikverpackungen einzusetzen. (FAZ.net)

    Ein kompletter Verzicht auf Plastik ist also nicht vorgesehen – jedoch zielt das Ansinnen der Unternehmen darauf ab, den Einsatz von Plastik einerseits einzuschränken und andererseits auch viel mehr zu recyclen. Die Initiative in Davos erklärt: 20 % der weltweiten Plastikproduktion könnten so gewinnbringend wiederverwertet und ganze 50 % recycled werden.


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