Autor: Dominik

  • #197: Immun-Gentherapie gegen Leukämie in den USA vor Zulassung

    Eine von dem Schweizer Pharmaunternehmen Novartis eingereichte Therapie zur Behandlung von Leukämie wurde von dem Onkologie-Experten-Gremium der FDA (Food and Drug Administration) als einstimmig positiv empfohlen. Damit könnte ein möglicherweise zukunftsweisendes Verfahren für die immunologische Krebstherapie in naher Zukunft zugelassen werden.

    Die Methode mit dem wohlklingenden Namen „Tisagenlecleucel“ ist eine Zelltherapie für Patienten mit der Diagnose B-Zell-Leukämie. Die ForscherInnen entnehmen dabei T-Lymphozyten aus dem Blut, frieren diese ein und verschicken sie an ein Labor. Dort werden schließlich diese Zellen genetisch verändert und vermehrt, bevor sie dann den PatientInnen wieder als Infusion verabreicht werden. Diese Zellen steuern dann gezielt bösartige Zellen an und beseitigen sie.

    Die FDA sprach sich für eine Zulassung aus, jedoch mit einigen Auflagen: So soll diese Behandlungsform für Kinder ab drei Jahren bis hin zu Erwachsenen von 25 Jahren eingesetzt werden. Die PatientInnen müssen zudem bereits Rückfälle nach etablierten Therapien (wie z.B. Chemotherapie oder Bestrahlung) erlitten haben.

    Die von Novartis eingereichte Studie zeigte vorerst herausragende Ergebnisse: Zwischen April 2015 und August 2015 wurden 63 PatientInnen mit dieser neuartigen Form der Therapie behandelt. Bei 82,5 Prozent (52 PatientInnen) verschwand die Erkrankung, elf der 62 verstarben (aufgrund der Krankheit, nicht der Behandlung). Bis November 2016 gab es elf Rückfälle, 29 sind weiterhin in Remission (nicht vollständig genesen). Elf weitere PatientInnen unterzogen sich zusätzlich anderer Therapien oder haben eine Stammzellentransplantation hinter sich gebracht.

    Aber nicht nur im Kampf gegen Leukämie soll diese Form der Therapie eingesetzt werden:

    Die Akute B-Zell-Leukämie ist nur eine jener Krebserkrankungen, bei denen die CAR-T-Zellen derzeit als neue Therapieform in klinischen Studien erprobt werden. Andere Krebsarten sind bösartige Hirntumore, das Melanom und viele andere Krebsformen. (science.apa.at)


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    Bildquelle: CC0 Public DomaingeraltPixabay

  • #196 EU-Projekt für mehr Barrierefreiheit in Museen

    Im Sommer 2016 startete das EU-Projekt „COME-IN!“ – 14 ProjektpartnerInnen aus sechs verschiedenen Ländern Zentraleuropas nehmen daran teil. Ziel ist es, bis 2019 in Museen und Kultureinrichtungen endlich mehr Barrierefreiheit aufweisen zu können. Anfang Juli wurden erste Zwischenergebnisse präsentiert: Bei der ersten Bestandsaufnahme zeigte sich, dass keines der teilnehmenden Museen alle Bereiche der Vorgaben für Barrierefreiheit erfüllen.

    Dabei werden verschiedene Dimensionen von Barrierefreiheit genauer betrachtet:

    • bauliche Barrierefreiheit
    • kommunikative Barrierefreiheit (Einsatz von Gebärdensprache, leichter Sprache und Brailleschrift)
    • soziale Barrierefreiheit (gibt es MitarbeiterInnen mit Behinderung in den Museen?)
    • ökonomische Barrierefreiheit (kann sich wirklich jeder den Museumsbesuch leisten)

    Durch „COME-IN!“ sollen Qualitätskriterien, ein Handbuch und ein Gütesiegel entstehen. Das Gütesiegel soll Museen kennzeichnen, die sich mit Inklusion und Barrierefreiheit beschäftigen und entsprechende Maßnahmen umsetzen.  (bizeps.or.at)

    Barrierefreiheit zieht sich durch die ganze Dienstleistungskette: die Anfahrt zum Museum, den Zugang zum Museum, den Kassabereich, die Garderobe, die Kommunikation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und natürlich die Ausstellung selbst.

    Auch bei der Präsentation der Zwischenergebnisse im Kunsthistorischen Museum in Wien wird klar, woran es oftmals schon scheitert: RollstuhlfahrerInnen können dort nur über den Lieferanteneingang hinein, weil der Haupteingang nur über Stufen zu erreichen ist.

    Bilder barrierefrei erfahrbar machen

    Wie sollen sehbehinderte oder blinde Menschen Kunstwerke erkennen können? Dazu gibt es auch heute schon Techniken: Die Bilder werden in sogenannte Thermofolien eingestanzt. Stärkere Linien sind für vordergründliche, stark ausgeprägte Details, schwächere Linien für weitere Details im Hintergrund. Von einem Kunstwerk gibt es auch ein 3D-Modell aus Kunststoff.


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: © visitBerlin, Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

     

     

  • #195 Refill Berlin: Für den Genuss des Leitungswassers

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    Teilnehmende Unternehmen werden mit diesem Sticker markiert.

    Das Projekt „Refill Berlin“ hat ein Ziel: Der Gebrauch von Einwegflaschen aus Plastik soll reduziert werden. Daher bieten bislang zehn Orte (Lokale, Shops usw.) an, dass  leere Flaschen kostenlos und offiziell mit Leitungswasser nachfüllt werden.

    Die Idee tauchte in Deutschland eigentlich erstmals in Hamburgauf und hat sich bislang in sieben deutsche Städte verbreitet. In Berlin beteiligen sich auch die Berliner Wasserbetriebe an dem Projekt: Dort können sich Unternehmen die blauen Aufkleber besorgen, die sie dann neben dem Eingang außen anbringen sollen.

    „Wir wollen Trinkwasser aus der Leitung für alle Menschen zugänglich machen – auch unterwegs“, erklärt Lena Ganssmann von a tip: tap, einer Initiative, die sich für frei zugängliches Leitungswasser einsetzt. „So vermeiden wir den Müll der Plastikflaschen – und die beteiligten Geschäfte werben für sich als jemand, der Nachhaltigkeit unterstützt.“ (Pressemitteilung der Berliner Wasserbetriebe)

    Der Verein „a tip: tap“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leitungswasser wieder mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

    https://twitter.com/rbbabendschau/status/885514655145357316


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    Bildquelle: CC0 Public DomainTanteTatiPixabay

  • #194 Möglicher Impfschutz gegen Gonorrhö

    Erst vor kurzem hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) davor gewarnt, dass sich die Geschlechtskrankheit Gonorrhö (heutzutage oftmals als „Tripper“ bezeichnet) immer weiter entwickelt und es dazu kommen könnte, dass kein bestehendes Antibiotika mehr zur Behandlung eingesetzt werden kann. Nur hat eine Forschungsgruppe der University of Auckland (Neuseeland) jedoch eine Studie veröffentlicht, die Hoffnung auf einen Impfschutz gegen die Krankheit macht.

    Dafür untersuchte das Team um Helen Petousis-Harris die Daten von 14.000 Menschen, welche in Neuseeland im Zeitraum zwischen 2004 und 2006 gegen Meningitis-B-Epidemie geimpft wurden. Unter den Geimpften erkannten sie 31 Prozent weniger Gonorrhö-Fälle als bei nicht-geimpften Menschen. Nach Angaben der Forschungsgruppe schützt ein alter Impfstoff gegen der Hirnhautentzündung auch vor jenem Bakterium das Gonorrhö auslöst.

    Gonorrhö (Tripper) zählt zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten: Jährlich erkranken laut WHO 78 Millionen Menschen weltweit. Die bakterielle Infektion wird durch ungeschützten Sex übertragen und kann zu Harnwegsentzündungen oder Unfruchtbarkeit führen.


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  • #193 Siemens will Energie in Steinen speichern

    In Zeiten der Energiewende gibt es aktuell noch ein großes Problem: Wie kann Energie, die durch Wind-, Sonnen- oder Wasserkraft erzeugt wurde, gespeichert werden, um in Zeiten ohne Wind, Sonne oder Wasser abrufbar zu sein? In diesem Bereich forschen zahlreiche Unternehmen auf der ganzen Welt. Ein Beispiel dafür ist z.B. die Powerwall des E-Autoherstellers Tesla, die die Energie von hauseigenen Photovoltaik-Panelen und -Dachschindeln in einem großen Akku speichern soll.

    Das deutsche Technologieunternehmen Siemens hat aber ein ganz anderes Speichermedium im Sinn. Im Stadtteil Bergedorf im Südosten Hamburgs hat es ein Labor der Grundlagenforschung eingerichtet und erforscht wird dabei, wie Steinhaufen als Energiespeicher benutzbar gemacht werden können. In der Zukunft soll Energie von Windkraftwerken sollen in Wärme umgewandelt werden

    Der Journalist Fabian Gubser beschreibt im enorm Magazin wie dies funktioniert:

    „Von der Seite wird warme Luft in die Steine geblasen, bis sie eine Temperatur von etwa 600 Grad erreicht haben. Eine Woche lang bleibt die Energie erhalten. Soll sie ‚ausgespeichert‘ werden, wie Ingenieure sagen, erhitzen die Steine einen Luftstrom, der – über einen Dampfkessel und eine Dampfturbine – wieder in Strom umgewandelt wird.“ (enorm Magazin)

    Forschungsprojekt Future Energy Solution
    Bildquelle: www.siemens.com/presse

    Die Vor- und Nachteile vom Steinspeicher

    • Der Speicherpreis von einer Kilowattstunde soll am Ende der Forschung bei unter zehn Cent liegen. Das wäre günstiger als bei allen anderen bislang bekannten Technologien.
    • Bei voller Kapazität speichert die Siemens-Erfindung vier bis fünf Megawattstunden. Ein E-Auto wie der BMW i3 käme damit einmal um die Erde – zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Verbrauch eines Haushalts mit zwei Personen pro Jahr liegt bei rund 3,5 Megawattstunden.
    • Hoher Energieverlust: Aktuell kann nur ein Drittel der Energie gespeichert werden – in Zukunft sollen es aber 50 Prozent werden.

    2018 soll am Hamburger Hafen eine größere Anlage eröffnet werden. 1.000 Tonnen Gestein sollen dann 35 Megawattstunden Strom speichern. Sollte sich herausstellen, dass dieses Speichermedium auch wirtschaftlich ist, könnten übrigens stillgelegte Kohlekraftwerke zu Steinspeichern umgerüstet werden.


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    Bildquelle: CC0 Public DomainHansPixabay

  • #192 GravityLight – Licht durch Gewicht und Erdanziehung

    GL_Foundation_HorizontalZahlreiche Organisationen haben es sich zur Aufgabe gemacht, in Bereichen der Welt, in der Strom noch Mangelware ist, Licht zu erzeugen. Liter a Light zum Beispiel arbeitet dabei, wie berichtet, mit der Sonne. Die GravityLight Foundation hingegen bedient sich etwas, dass sowohl am Tag als auch in der Nacht vorhanden ist: Die Schwerkraft.

    x1 GravityLight and x2 SatLights (Grey Branded)Das Prinzip ist dabei aber nicht neu: Schon Standuhren, die es seit dem 17. Jahrhundert gibt, wurden mit Gewichten angetrieben. Durch das langsame Hinabgleiten des Gewichts wird ein Kettenrad versorgt, welches sich dann sehr langsam mit hohem Drehmoment (kraft) dreht. Ein Polymergetriebe im Gehäuse verwandelt dies in eine Hochgeschwindigkeits-Niederdrehmomentausgabe, die einen Gleichstromgenerator bei Tausenden von Umdrehungen pro Minute antreibt. Das Gerät liefert so lange Licht, bis das Gewicht unten angekommen ist – also ungefähr eine halbe Stunde. Über Kontakte können übrigens auch andere Geräte wie z.B. Radios usw. betrieben werden.

    https://www.facebook.com/ThisIsZinc/videos/695533780647291/

    Bereits Ende 2012 startete die Foundation eine Crowdfunding-Aktion: 55.000 Dollar waren gewünscht, 399.590 Dollar sind es schließlich geworden. Die zweite Version von GravityLight wurde 2015 ebenfalls wieder mit Crowdfunding finanziert: auch dabei kamen 401.077 Dollar zusammen.

    Die Lampen sollen in armen Gebieten in Entwicklungsländern wie z.B. Kenia zum Einsatz kommen – und die Foundation lässt die Geräte sogar in Kenia herstellen und schafft so Arbeitsplätze für lokale Arbeitnehmer. Zuletzt gab es eine Kooperation mit dem Mineralöl- und Erdgasunternehmen Shell: Das Unternehmen finanzierte dabei Tausende Lampen.

    Ziel ist es, mehr und mehr GravityLights in den Entwicklungsländern zu etablieren und die Nutzung von Petroleumlampen weiter einzuschränken. Diese Lampen sind oftmals Grund für Lungenkrebs und Augenkrankheiten.

    Der Entwickler hat die Beweggründe und Ziele in einem TEDx-Vortrag ausführlich erklärt:


    Weiterführende Links und Quellen:

    Bildquelle: alle Bilder aus der Pressemappe der GravityLight Foundation

  • #191 Über 120 Staaten unterzeichnen Verbot von Atombomben

    Die Vereinten Nationen haben in einer Konferenz einen rechtsverbindlichen Vertrag ausverhandelt, der ein Verbot von Atombomben vorsieht. 122 Nationen haben dafür gestimmt, Niederlande stimmte dagegen und Singapur enthielt sich. Jedoch haben alle Staaten, welche Atombomben in ihrem Arsenal haben, die Verhandlungen boykottiert – sowie alle NATO-Mitglieder bis auf die Niederlande.

    Kurz gesagt: Jene Länder ohne Atombomben haben sich für ein Verbot von Atombomben ausgesprochen. Man kann nun natürlich sagen, dass dies ein zahnloser Vertrag ist, dessen Umsetzung in Wahrheit unmöglich ist. Und doch ist es der allererste Vertrag zu diesem Thema. Jene Länder, die den Vertrag ratifizieren, erklären „“never under any circumstances to develop, test, produce, manufacture, otherwise acquire, possess or stockpile nuclear weapons or other nuclear explosive devices“. Somit wird zumindest die Zahl der Länder mit Atombomben nicht weiter steigen.

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    Quelle: SIPRI. (n.d.). Anzahl der nuklearen Sprengköpfe weltweit 2016. In Statista – Das Statistik-Portal. Zugriff am 9. Juli 2017

    Die Aufrüstung mit Atombomben ist ein Relikt aus dem Kalten Krieg. So verrückt es sich auch anhört, haben die Bomben den Frieden bewahrt – doch immer mit der Gefahr einer Eskalation. Die Kuba-Krise 1962 machte den Menschen erstmals die Gefahr eines globalen Atomkriegs bewusst – doch anstatt abzurüsten, haben seither immer mehr Länder Atombomben entwickelt.

    Mit dem Beschluss wollen die Unterstützer Druck auf die Atommächte für eine Abrüstung ausüben. Friedensorganisationen begrüßten den Vertrag und sprachen von einem „historischen Abkommen“. (spiegel.de)


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    Bildquelle: CC0 Public DomainWikiImagesPixabay

  • #190 Indien: 66 Millionen Bäume in 12 Stunden gepflanzt

    In Indien wurde 2016 ein Rekord aufgestellt: Innerhalb weniger Stunden wurden 2016 im Bundesstaaat Uttar Pradesh 50 Millionen Bäume eingepflanzt. Doch dieser Weltrekord wurde am 2. Juli 2017 gebrochen – ebenfalls in Indien: 1,5 Millionen Menschen pflanzten im Bundesstaat Madhya Pradesh innerhalb von 12 Stunden über 66 Millionen Bäume.

    Indien möchte bis 2030 5 Millionen Hektar Land wieder aufforsten. Ziel ist es, die Auswirkungen des globalen Klimawandels zu verringern. Die Regierung unterstützt dieses Projekt mit 6,2 Milliarden US-Dollar (rund 5,4 Milliarden Euro). Bei dem Weltrekord haben sich unzählige Freiwillige zusammengefunden: StudentInnen, Hausfrauen oder auch Regierungsangestellte.

    https://www.facebook.com/DavidAvocadoWolfe/videos/10154644193076512/


    Weiterführende Links und Quellen:

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  • #189 Frankreichs Pläne zum Erreichen des Paris-Klimaabkommens

    Die neue Regierung unter Staatspräsident Emmanuel Macron und Premierminister Édouard Philippe hat nun die klimapolitischen Pläne für die kommenden fünf Jahre vorgestellt. Der Minister für Umwelt, Klimawandel und Energiewende, Nicolas Hulot, hat den Aktionsplan präsentiert.

    So möchte man die CO2-Steuer erhöhen und eine neue Schwerverkehrsabgabe einführen. Bis 2025 möchte man den Anteil des Stroms aus Atomkraftwerken von aktuell 75 % auf 50 % senken. Thermische Renovierung für Wohnhäuser soll zudem subventioniert werden.

    Außerdem soll den Menschen schmackhaft gemacht werden, von alten Autos (Dieselautos vor 1997, Benzinautos vor 2001) Abschied zu nehmen um weniger umweltschädliche Fahrzeuge zu nutzen. Im Jahr 2040 sollen schließlich gar keine Diesel- oder Benzinautos mehr zugelassen werden.

    Bis zum Ende von Emmanuel Macrons erster Amtszeit, also bis zum Jahr 2022, soll Frankreich übrigens gar keinen Strom mehr aus Kohlekraftwerken mehr brauchen. Vier Kraftwerke sind jetzt noch in Betrieb und müssen nun in den kommenden fünf Jahren schließen. Spannend dabei ist, wie die NZZ schreibt, dass vor einem Jahr noch der Bürgermeister von La Havre, einer Hafenstadt, in der eines der Kohlekraftwerke steht, die Kohle noch lautstark verteidigt hat. Sein Name: Édouard Philippe, der heutige Premierminister.


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  • #188 Erfolgreiche Behandlung von Klumpfuß in Liberia

    Durchschnittlich eines von 800 Kindern kommt mit einem Klumpfuß auf die Welt. Dabei ist ein Fuß oder sind beide Füße eingedreht  In der westlichen Welt wird diese Fußdeformation jedoch meist bereits kurz nach der Geburt eine Therapie eingeleitet, damit der Fuß/die Füße schließlich normalisieren. In ärmeren Ländern hingegen wuchsen Menschen jedoch mit Klumpfüßen heran, werden teilweise von der Verwandten verstoßen, finden keine Arbeit und müssen deshalb häufig betteln.

    Nicholas Kristof, Journalist und zweifache Pulitzer-Preisträger erzählt in seiner Kolumne in The New York Times über Wunder, die in Liberia passieren: Durch Hilfsorganisationen wie MiracleFeet oder Cure wird die Ponseti-Therapiemethode in Liberia auch für arme Menschen möglich gemacht. In 95 Prozent der Fällen ist die Therapie erfolgreich.

    And the total cost? Less than $500 for transforming a life. (Nicholas Kristof, nytimes.com)

    Aktuell ist es aber immer noch so, dass die Klumpfußtherapie in armen Ländern erst für wenige Kinder ermöglicht wird. Die Global Clubfoot Initiative geht davon aus, dass nur 15 Prozent der betroffenen Kinder in Ländern mit geringem Einkommen oder Länder mit mittlerem Einkommen im unteren Bereich eine Behandlung erhalten. Bis 2030 soll jedoch dieser Wert auf 70 Prozent steigen.

    MiracleFeet bildet in Liberia auch Ärzte aus, damit das dortige Gesundheitssystem in Zukunft selber die Diagnose (die bereits im Mutterleib passieren kann) und Behandlung übernehmen können. Die Organisation ist übrigens auch in Indien aktiv, wie dieser Beitrag der PBS News Hour zeigt:


    Weiterführende Links und Quellen:

    Weitere 365guteDinge-Beiträge zu #liberia:

    Bildquelle: CC0 Public Domain, Clker-Free-Vector-ImagesPixabay