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Autor: Dominik
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#296 Studien: Grippeimpfung erhöht Chance auf gesunde Schwangerschaft
Schon bisherige Studien haben gezeigt, dass es sich positiv auf den Verlauf einer Schwangerschaft auswirkt, wenn man vor oder während einer Schwangerschaft eine Influenza-Impfung (also die „Grippeimpfung“) erhält: Die Zahl der Fehlgeburten wird dadurch reduziert – ebenso die Frühgeburtenrate, die um 41 Prozent gesunken, wenn Frauen, gegen den Influenza-Virus geimpft wurden.
ForscherInnen des Zentrums für menschliche Fortpflanzung in New York untersuchen nun, ob diese positiven Auswirkungen der Impfung für Schwangere auch am Beginn einer In-vitro-Fertilisation (also einer Künstlichen Befruchtung) zu bemerken sind – also ob PatientInnen dadurch eher schwanger werden und weniger Fehlgeburten erleiden.
Die Hypothese der ForscherInnen ist, dass es zu einer „immunologischen Toleranz“ kommt: Das Immunsystem der Frau wird durch die Impfung gestärkt – die körpereigenen Antikörper richten sich aber nicht gegen den Embryo.
Weiterführende Links und Quellen:
- Grippeimpfung könnte Chance auf gesunde Schwangerschaft erhöhen auf derStandard.at
- Pregnant Women Should Still Get The Flu Vaccine, Doctors Advise auf npr.org
- Pregnant Women & Influenza (Flu) auf cdc.gov
Bildquelle: CC0 Public Domain, DanielReche, Pixabay
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#295 Anbaufläche für Bio-Landwirtschaft wächst in Deutschland deutlich
1,25 Millionen Hektar Felder wurden 2016 in Deutschland dazu genutzt, ökologische Landwirtschaft zu betreiben – dahinter stehen 27.132 Bio-Bauernhöfe. Das ist ein Anstieg um 15 Prozent zum Jahr zuvor. Im Jahr 2007 waren es noch 18.703 Bio-Unternehmen. Die Anbaufläche hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren mehr als verdreifacht – 7,5 Prozent (Quelle: positive.news; 7,1 Prozent auf statista.de) aller Felder in Deutschland werden bereits für die ökologische Landwirtschaft genutzt.

BMEL, & BÖLW. (n.d.). Anteil der Anbaufläche im ökologischen Landbau an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland in den Jahren 1996 bis 2016. In Statista – Das Statistik-Portal. Zugriff am 22. Oktober 2017. Auch wenn die ökologische Landwirtschaft, gemessen am Gesamtvolumen, noch immer ein Nischendasein fristet, zeigen die Zahlen, dass es sich um einen boomenden Bereich handelt. Das zeigt auch der Anteil der Bio-Betriebe an der Gesamtheit aller Agrarbetriebe: Waren es 1995 noch 1,1 Prozent, so sind waren es zwanzig Jahre später bereits 8,7 Prozent.

BMEL. (n.d.). Anteil der Betriebe im ökologischen Landbau an allen Agrarbetrieben in Deutschland in den Jahren 1995 bis 2015. In Statista – Das Statistik-Portal. Zugriff am 22. Oktober 2017. In Österreich sind übrigens bereits rund ein Fünftel aller landwirtschaftlichen Betriebe Bio-Betriebe, wie die nachfolgende Grafik zeigt:

Bio Austria. (n.d.). Anteil der Bio-Betriebe an allen landwirtschaftlichen Betrieben in Österreich in den Jahren 2013 bis 2016. In Statista – Das Statistik-Portal. Zugriff am 22. Oktober 2017.
Weiterführende Links und Quellen:
- Organic food production booms in Germany auf positive.news
- Bayerns Bio-Bauern gewinnen langsam Land auf mittelbayrische.de
Bildquelle: CC0 Public Domain, AnneER, Pixabay
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#294 Nachweis von Blei im Wasser innerhalb von Sekunden: Preis für junge Erfinderin
Gitanjali Rao ist gerade einmal 11 Jahre alt – und seit kurzem darf man sie auch „America’s Top Young Scientist“ nennen: Sie hat einen schnellen, kostengünstigen Test entwickelt, um Blei-Verschmutzung in Wasser nachzuweisen.

Gitanjali Rao, seit 18. Oktober offiziell „America’s Top Young Scientist“ Bislang war es umständlich, Blei verlässlich nachzuweisen: dazu mussten erst einmal Untersuchungsproben zur Analyse in Labore geschickt werden. Gitanjalis Produkt „Tethys“ braucht genau das nicht mehr: Mittels Sensor wird innerhalb von Sekunden in einer mobilen App eine exakte Analyse ausgespielt. Sie selber erklärt, dass sie der Skandal rund um das Trinkwasser in Flint, Michigan dazu inspiriert hat, dies umzusetzen.
Sie war eine von 10 FinalistInnen des Wettbewerbs – alle von ihnen arbeiteten drei Monate lang mit ForscherInnen an ihren Ideen. Gitanjali konnte sich schlussendlich gegen die forschende „Konkurrenz“ durchsetzen. Sie gewinnt damit 25.000 US-Dollar (21.212 Euro) – und will ihre Entwicklung noch weiter verfeinern, damit es Marktreife erhält.
Aber Gitanjali Rao ist offensichtlich nicht die einzige junge Hoffungsträgerin im Bereich der Forschung: Weitere Innovationen der am Wettbewerb teilnehmenden jungen Menschen sind ebenso spektakulär. Zum Beispiel:
- die Identifizierung eines Moleküls, das potenziell zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit eingesetzt werden kann
- ein Roboter, der hilft übermäßigen Wasserverbrauch während der Rasenpflege zu reduzieren
- ein biologisch abbaubares Material aus Granatapfelhülsen und Orangenschalen zur Reinigung von Ölverschmutzungen
Weiterführende Links und Quellen:
- Gitanjali Rao: Girl of 11 takes US young scientist prize auf bbc.com
- Troubled By Flint Water Crisis, 11-Year-Old Girl Invents Lead-Detecting Device auf npr.org
- Meet ‚America’s Best Young Scientist‘ — And 9 Others That Will Change The World auf forbes.com
- Presseaussendung „3M and Discovery Education Celebrate 10th Anniversary of Young Scientist Challenge, Awards America’s Top Scientist with $25,000 Prize“ auf youngscientistlab.com
Bildquelle: Beide Bilder aus dem Pressematerial von Discovery Communications
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#293 Methan-fressende Bakterien gegen den Klimawandel
In einem antarktischen See fanden ForscherInnen Bakterien, die Methan, ein Treibhausgas, essen. Mit dieser Entdeckung wird die Gefahr, dass es beim Auftauen im Zuge des Klimawandel zu einer weiteren Erwärmung durch freigesetzte Gasreservoirs kommen könnte, deutlich reduziert werden.

Der Lake Whillans befindet sich auf dieser Karte südwestlich, zwischen dem West Antarctic Ice Sheet und dem Ross Ice Shelf. Foto: Von NASA Earth Observatory, Gemeinfrei, Link Die ForscherInnen müssten erst einmal 800 Meter in die Eisdecke bohren um die 120.000 Jahre alten Wasser- und Sedimentproben aus dem Lake Whillans zu bergen – das geschah 2013. Seither wurden diese Proben analysiert – nun wurden diese Analysen im Fachmagazin „Nature Geoscience“ veröffentlicht.
Das ist gerade deshalb interessant, da unter dem Eis, aber auch im arktischen Permafrost riesige Mengen an Methan liegen. Durch die durch den Klimawandel herbeigeführte Erderwärmung besteht ein großes Risiko: Denn damit würde mehr und mehr Methan freigesetzt werden – und dieses Treibhausgas hat im Gegensatz zu Kohlenstoffdioxid eine 86-fach größere Wirkung auf den Klimawandel. Damit würde zum berechneten, erwartbaren Klimawandel eine zusätzliche Erwärmung hinzukommen, die den Klimawandel dann völlig außer Kontrolle geraten. Die Bakterien sollen durch das Auffressen des Methans diese Gefahr verringern.
Die Bakterien brauchen das Methangas zum Überleben. Dort, unter dem Eis, gibt es keine Wärme und kein Sonnenlicht – daher holen sie sich die Energie aus dem Gas. Dadurch werden 99 % des Methans verbraucht.
Weiterführende Links und Quellen:
- Methane-eating bacteria discovered deep beneath Antarctic ice sheet could be curbing global warming auf newsweek.com
- Wissenschaftlicher Beitrag „Microbial oxidation as a methane sink beneath the West Antarctic Ice Sheet“ (Volltext, kostenfrei) im Fachmagazin nature geoscience
Bildquelle: CC0 Public Domain, MemoryCatcher, Pixabay
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#292 Produktion von Kohle sinkt weltweit
Die weltweite Kohleproduktion sinkt seit dem bisherigen Höhepunkt, den Jahren 2013 und 2014 – und das auf allen Kontinenten. Lag die Produktion Anfang der 80er Jahre noch bei etwas über 21.000 Terawattstunden, so waren es am Höchststand 2013 über 46.500 – ein Grund dafür war der massive Anstieg in Asien. Einzig in Süd- und Mittelamerika gab es 2016 wieder einen kleinen Anstieg.

Die Kohleproduktion nach Region in Terawattstunden (CC BY-SA OurWorldInData.org) Wie die nachfolgende Grafik zeigt, ist vor allem China für den deutlichen Anstieg bis 2013 verantwortlich. Produzierte man 1950 noch rund 250 Terrawattstunden, waren es 2003 rund 10.500, und 2011 rund 20.700 – also die Hälfte der weltweiten Terrawattstunden.

Die Kohleproduktion nach Ländern in Terrawattstunden (CC BY-SA OurWorldInData.org) Ein weiterer Rückgang ist zu erwarten, weil gerade China einerseits gegen die Luftverschmutzung in Städten kämpft („In ganz China mussten seit dem 1. Oktober mehr als 176.000 Fabriken und 44.000 Kohlekraftwerke den Betrieb einstellen, weil sie die vorgegebenen Emissionsziele nicht erreichten.“ schreibt z.B. Die Zeit) und andererseits massiv in erneuerbare Energien investiert.
Weiterführende Links und Quellen:
- Fossil Fuels auf ourworldindata.org
- „Kohlefreie Zone“ Peking auf zeit.de
- Globaler Trend: Weltweit wird immer weniger Kohle gefördert auf trendsderzukunft.de
Bildquelle: CC0 Public Domain, hangela, Pixabay
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#291 Die Rückkehr der Tiger nach Kasachstan
Wenn man heute an Tiger in freier Wildbahn denkt, kommt einen natürlich Indien und Sibirien/Russland in den Sinn. Doch es ist noch nicht allzu lange her, da lebte der Kaspische Tiger auch im Iran, der Türkei und Kasachstan. Zwischen den 40er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde diese Unterart des Tigers ausgerottet. Nun hat jedoch die kasachische Regierung eine Absichtserklärung mit der Umweltorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) unterzeichnet: An der Mündung des Flusses Ili in den Balchasch-See im Südosten des Landes soll ein Schutzgebiet entstehen.
Die ausgestorbene Unterart „Kaspischer Tiger“ kann man leider nicht wiederauferstehen lassen – doch der genetisch sehr nahe Verwandte „Sibirischer Tiger“ soll stattdessen angesiedelt werden. Tiger mögen ja normalerweise Wälder – etwas, das in der kasachischen Steppe wenig vorhanden ist. Doch die Schilflandschaften mit hohem Gras rund um den See können als Lebensraum sehr gut geeignet sein.
WWF möchte mit dem 2010 gestarteten Vorhaben „Tx2“ die Zahl der freilebenden Tiger bis 2022 zu verdoppeln. Damals gab es 3.200 Tiger in freier Wildbahn, bis 2016 konnte man die Zahl auf 3.900 erhöhen. Bis aber die Tiger auch in Kasachstan wieder angesiedelt werden können, muss noch einiges verändert werden: zuerst muss in dem spärlich besiedelten Gebiet die Land- und Viehwirtschaft eingeschränkt werden, danach der Bestand an Beutetieren erhöht werden.
Weiterführende Links und Quellen:
- Tiger soll in Kasachstan wieder angesiedelt werden auf derStandard.at
- Tiger soll wieder in Kasachstan heimisch werden auf zeit.de
- Tiger soll in Kasachstan heimisch werden auf n-tv.de
- After a Half-Century, Tigers May Return to Kazakhstan auf ecowatch.com
Bildquelle: CC0 Public Domain, andibreit, Pixabay
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#290 Kältebusse für Menschen ohne Obdach
Die Tage werden kürzer und zugleich auch immer kälter. Für viele Menschen auf der Straße beginnen damit die schwierigsten Monate des ganzen Jahres. Rund 335.000 Menschen (Zahlen von 2016) in Deutschland und rund 37.000 Menschen (Zahlen von 2006) in Österreich gelten als obdachlos – für die Schweiz konnten keine gesicherten Zahlen gefunden werden.
Damit diese Menschen die erbarmungslosen Witterungsverhältnisse ertragbarer werden, gibt es die Einrichtung der Kältebusse. Diese leisten niederschwellige Akuthilfe. Diese bieten zum Teil warmes Essen und Getränke an, und im Rahmen der Möglichkeiten auch Schlafsäcke, -plätze und Decken.
Deutschland
enorm Magazin hat hier die Telefonnummern der Kältebusse in den Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart zusammengetragen.
Österreich
In Österreich gibt es dieses Angebot in der klassischen Form bislang nur in Wien, in anderen Großstädten gibt es aber auch andere Angebote (Speisen, Getränke oder kostenlose medizinische Versorgung).
Kältetelefone, bitte Nummer in deiner Nähe einspeichern! Wien 01-480 45 53, Stmk 0676/880 15 111, 0676/89 85 27 90 20, Sbg. 0676 848 210-651, Tirol Anruf bei Wolfgangstube, Katharinastube, Bahnhofssozialdienst, Vbg Caritas Center Feldkirch. Danke! #WirGrößerIch https://t.co/trrMa92BYg
— Caritas Österreich (@CaritasAustria) December 4, 2017
Wien
Caritas-Kältetelefon
Telefon: 01/480 45 43
E-Mail: kaeltetelefon@caritas-wien.atLouise-Bus – Medizinbus
Montag bis Freitag an verschiedenen Orten in Wien, alle Zeiten onlineLinz
Help-Mobil – Mobile Basisversorgung
Telefon: 0676 877 623 42
E-Mail: help.mobil@caritas-linz.atam Montag
von 17 – 18:45 Uhr am Domplatz, Eingang Herrenstraße
von 19 – 20:45 Uhr am Volksgarten (gegenüber Arbeiterkammer)am Freitag
von 17 – 18:45 Uhr am Domplatz, Eingang Herrenstraße
von 19 – 20:45 Uhr bei der Martin-Luther-Kirche, Martin-Luther-Platz 1Salzburg
Virgilbus – Medizinische Versorgung für Obdachlose
Nicht direkt ein Kältebus – aber die Möglichkeit für Obdachlose niederschwellige medizinische Beratung anzubieten
jeden Sonntag in Quartiren und auf Plätzen, welche von Obdachlosen und BettlerInnen häufig frequentiert werdenVinziBus – Hier werden (das ganze Jahr über) täglich belegte Brote und Tee ausgegeben.
Graz
VinziBus – Hier werden (seit 1991) täglich an drei verschiedenen Ausgabestellen belegte Brote und Tee ausgegeben. Um 20 Uhr im Augarten, um 20.30 am Jakominiplatz und um 21 Uhr am Hauptbahnhof.
Marienambulanz – rollende Ambulanz
Mariengasse 24
Eingang Kleiststraße 73
8020 Graz
Telefonnummer: 0316/8015-351
E-Mail: marienambulanz@caritas-steiermark.atKlagenfurt
Vinzibus – Wie in Graz kein wirklicher Kältebus, aber auch hier täglich Ausgabe von belegten Broten und Tee
Innsbruck
medcar(e) – soziale und medizinische Basisversorgung
Öffnungszeiten:
Ordination Südbahnstraße 1, 6020 Innsbruck:
MO 15:45 Uhr – 18:00 Uhr
MI 9:00 Uhr – 10:00 Uhr anschließend Teestube, Kapuzinergasse 43, 6020 InnsbruckMedcare Bus (mobil Innsbruck Innenstadt):
FR ab 17:00 UhrInfo: Sobald Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu weiteren mobilen Einrichtungen für obdachlose Menschen auftauchen, wird diese Liste natürlich erweitert. Vielen Dank an Caritas-Chef Michael Landau für die rasche Antwort auf meine Tweetanfrage!
Weiterführende Links und Quellen:
- Hier fahren Kältebusse auf enorm-magazin.de
- Kältetelefon: Caritas teilt bis zu fünf Schlafsäcke am Tag aus auf meinbezirk.at
- Der Bus, der aus der Kälte kam auf kurier.at
Bildquelle: CC0 Public Domain, josemdelaa, Pixabay
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#289 Dank körpereigenem Molekül Atemwegstherapien effizienter
Gerade bei Atemwegserkrankungen ist es oftmals schwierig, zwischen bakterieller und viraler Infektion zu unterscheiden. Mittels Tests, die das Vorkommen des körpereigenen Moleküls Procalcitonin im Blut anzeigen, wird diese Unterscheidung erleichtert. Bei gesunden Menschen ist dieses Molekül kaum oder gar nicht nachweisbar. Diese Form der Tests sind nicht vollkommen neu – doch nun gibt es erste Ergebnisse über ihre Wirksamkeit und ihre Auswirkungen.
Durch diesen Test wird also festgestellt, ob es sich um eine bakterielle oder virale Infektion handelt – dabei soll verhindert werden, dass Antibiotika zur Behandlung von viralen Infektionen eingesetzt wird, was ja wirklos wäre. Zusätzlich verkürzt das Wissen über die Procalcitonin-Werte eine Antibiotikatherapie um ein Drittel.
Schweizer ForscherInnen haben die Daten von 6.708 PatientInnen mit (bakteriellen) Atemwegsinfektionen ausgewertet: Die Sterberate sank dabei, im Vergleich zur Kontrollgruppe, um 14 Prozent, wenn der Biomarker Procalcitonin zur Rate gezogen wurde. Außerdem sanken die Nebenwirkungen der Antibiotika um 25 Prozent.
Weiterführende Links und Quellen:
- Antibiotika: So werden Therapien effizienter auf science.orf.at
- Wissenschaftlicher Artikel „Effect of procalcitonin-guided antibiotic treatment on mortality in acute respiratory infections: a patient level meta-analysis“ (Volltext, kostenlos) in The Lancet Infectious Disease
- Wissenschaftlicher Kommentar „Procalcitonin and antibiotic use: imperfect, yet effective“ (Volltext, kostenlos) in The Lancet Infectious Disease
- Endogenous infection marker guides antibiotic therapy auf medicalxpress.com
Bildquelle: CC0 Public Domain, StockSnap, Pixabay
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#288 Neuer Akku aus Abfall-Graphit
Im Smartphone, den Bluetooth-Kopfhörern, Notebook oder im Elektroauto: Lithium-Ionen-Akkus haben sich in unserer technologisierten Welt durchgesetzt. Wie der Name schon sagt, braucht man dafür das Element Lithium. Das größte Vorkommen gibt es dabei in Bolivien, Argentinien und Chile – bislang oftmals noch unberührt, könnte der notwendige Abbau die Zerstörung der Umwelt mit sich ziehen.
(Nicht nur) Deshalb sucht man nach Alternativen. ForscherInnen der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) und der Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) in Zürich haben sich vorgenommen, einen Akku aus den am häufigsten vorkommenden Elementen der Erdkruste zu kreieren. Herausgekommen ist dabei die Aluminiumchlorid-Graphit-Batterie. Hervorragend dafür eignet sich Abfall-Graphit, der z.B. bei der Stahlherstellung anfällt.
Nach ersten Experimenten sollen die Akkus bei täglichem Einsatz Jahrzehnte lang erhalten bleiben – außerdem kann er offenbar im Preis-Leistungs-Verhältnis punkten.
Weiterführende Links und Quellen:
- Neue Akkus aus Abfall auf enorm-magazin.de
- Empa: Preisgünstige Batterien aus Abfall-Graphit auf eenews.ch
- Preisgünstige Batterien aus Abfall-Graphit auf wbf.admin.ch
- Forscher der ETH und EMPA machen Batterien aus Abfall-Graphit auf netzwoche.ch
Bildquelle: CC0 Public Domain, StockSnap, Pixabay